2zo xxxvm. Henrion von den
der Regierung desBarchochebas hat; dahingegen SimonNstaccabäus acht Jahre regiert hat, und, wenn dieseMünzen von ihm wären; man wenigstens auf einigen dieSpuren des fünften, sechsten, siebenden und achten Jahresseiner Regierung finden müßte.
Herr pinart, dessen hebräische Gelehrsamkeit be-kannt ist, ließ Herrn Henrions Muthmaßungen nicht un-beantwortet. Nachdem er ihm das Alterthum seinerMünze ein wenig streitig gemacht hatte, so brachte er gegensein Lehrgebäude alle Schwierigkeiten zum Vorscheine, dieman in der Gesellschaft, bey Erblickung desjenigen Denk-mals gemacht hatte, worauf er sich stützet. Denn, einigeglaubten, der römische Stämpel sey der letztere; anderemeynten, daß dasjenige, was von lateinischer Schrift zu se-hen käme, ganz neu mit einem Meißel gemacht worden;andere hingegen versicherten, daß sie gar nichts von allendiesen Spuren sähen. Herr Pinart indessen begab sichgar bald aller dieser Vortheile, und nahm die Münze soan, wie Herr Henrion sie beschrieben hatte; indem erglaubte, dessen Meynung beruhe dennoch auf schlechtenGründen.
Herr Pinart sagt, des Barchochebas Empörungunter dem Hadrian, wird in der Geschichte so deutlich be-schrieben , daß es gar nicht wahrscheinlich ist, wie dieSchriftsteller welche davon geredet haben, ein so großes Merk-maal der Unabhänglichkeit der Juden, als die Münzge-rechtigkeit ist, nicht hätten anmerken sollen. Nach seinerMeynung ist es viel erweislicher, daß irgend ein alter sa-maricanisther Stämpel in die Hände eines Juden, oderauch eines neugierigen Römers gefallen: und einer von die-sen hätte seitdem, oder auch selbst zu Hadrians Zeit, des-sen Münzen noch anjetzt so gemein sind, das erste besteStück so er gefunden, genommen, und es mit einem sama-ritanischen Stämpel überpräget, um auf der alten Münzeein neues Bild zu haben.
Uebri-