Band 
Zweyter Theil.
JPEG-Download
 

einer römischen Münze. 25z

Einfall nieder; und brachte ihn auf die Gedanken, dieseMünzen wären aus derjenigen Kriegscasse genommen wor-den , aus welcher die Mannschaft bezahlet werden sollen,welche Lucius, Anronius und Lulvia,in dieser Gegend,wider den August, im und 714 Jahre, zusammen ge-bracht hatten.

Dem sey wie ihm wolle, die Münze welche HerrBaudelor erkläret, stellet auf einer Seite einen stehendenund geschleyerten Menschen vor, der in der rechten Handeinen Augurstab halt, und von einer andern Figur gekrö-net wird, die in Gestalt eines Frauenzimmers hinter ihmsieht, mit dem Raube einer Ziege den Kopf geputzt hat, undin der linken Hand einen von denen Schilden trägt, dieman Ancilia nennet, einen römischen Adler führet, unddie Worte zur Umschrift hak.

(^LOknvrici ^V6VK. i^?.

Auf der Gegenseite sieht man, doch ohne Umschrift, einenbärtigen Kopf, mit einem hinterwärts gekrümmten Hörne,welches ihm eben aus der Stirne heraus wächst.

Man kann, bey dem ersten Anblicke, leicht schließen,daß die gekrönte Figur, der Augur Cornuficius ist, aufwelchen dieser Schaupfennig geschlagen worden. Alleindazu gehöret viel mehr Scharfslnnigkeit, wenn man wissenwill, wer dieser Cornuficius gewesen ? wer die Figursey die ihn krönet? was der gehürnete Kopf auf derGegen-feite vorstellen soll? und zu welcher Zeit, und bey wasfür Gelegenheit, dieser Schaupfennig geschlagen worden?

Dieses alles bringt Herr Baudelot sehr glücklich ausder Geschichte dieses Cornuficius selbst heraus, die er sorg-fältig gesammlct hat. Cornuficius ist nach Herrn Bau-delor, aus einer plebejischen und senatorischen Familie ge-wesen, als Cicero das Consulac über sechs Mitwerber da-von trug, unter deren Anzahl auch Cornuficius war,

wenn