einer römischen Münze. 2Z5
Seine Religion sey nun gewesen wie sie wolle, so warer ein vortreflicher Dichter, wie Catull und Euftbiusversichern: und Herr Baudclsc kann nach allem dem, waser von des Cornuficius guten Eigenschaften erzählet hak,nicht glauben, daß es derselbe sey, von welchem Donarredet, daß er Virgils geschworner Feind gewesen, wenner sagt: Lornullciuz ob perverstun naturain illum nontulir. Ist es wohl möglich, daß ein Römer, welchenAsconius einen vollkommen rechtschaffenen Mann, einenredlichen Mann nennet, viligue ümt Lornuticius er LZIbskobrii Ic kanclli viri, über den Ruhm eines jungen Dich-ters hatte neidisch seyn sollen, der kaum in Rom bekanntzu werden anfieng, als Cornuficius daselbst bereits denRuhm eines witzigen und gelehrten Mannes genoß. Der-jenige der über Vircfils Vorzüge eifersüchtig gewesen, wasunfehlbar ein andrer Dichter Cornuficius , dessendius gedenkt, wenn er von seinen geilen und unehrbarenGedichten redet:
Lt leve Lorimiict, psrgue Lstonis opus.
Der Verfasser dieses Werks, wird vom plmarcl) in Cä-sars Leben, für einen Trunkenbold ausgegeben; und dieserCharakter sowohl, als die Ungebundenheit der Sitten, kom-men dem Cornuficius, den die gegenwärtige Münze be-trifft, keineswegeö zu.
Nichts bezeugt alles, was bisher gesagt werdet,, sosehr, als daß Trajan eine Münze wieder herstellen lassen,die den Namen und die Titel des Cornuficius erhält.Dieser Kaiser mußte in der That gegen diesen großen Mann,eine außerordentliche Hochachtung haben, daß er, wie ergethan, dessen Gedächtniß vorzüglich vor so vielen andernberühmten Römern, erneuern wollen- Würde wohl Tra-jan einem Wollüstlinge und Trunkenbolde, diese Ehre, dieso besonders ist, erwiesen haben?
Nachdem also Herr BaUdeloe, die persönlichen Ei-genschaften des Cornuficius bekannt gemacht, so redet er
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