Band 
Zweyter Theil.
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einer römischen Münze. 257

Herr Baudelot aber ist nicht ihrer Meynung, und glaubt,dieses Denkmaal sey, sowohl als alle andere goldene odersilberne Münzen, die den Namen Cornuficius führen, inItalien gemacht worden; insonderheit da die Symbola, soman auf beyden Seiten sieht, gar keine Verhältniß mitAfrika haben, in welchem Lande sich auch dieser Feldherrseines Glücks eben nicht rühmen börste; sondern daß dieseSymbola ganz römisch sind. Cornusicius erscheint in derThat darauf, als ein Augur gekleidet, mit dem Augur-stäbe in der Hand, und hinter ihm sieht man die JunoGospita (oder Erhalterinn) die ihn krönet. Zu die-sem rechne man noch den Schild Ancile, und den römischenAdler.

Es ist also überaus wahrscheinlich, daß gegenwärtigerSchaupfennig zu Rom, und in derjenigen Zeit geschlagenworden, da Cornustcius, durch Julius Cäsars Fürspruch,zur Augurwürde war erhoben worden. Man könnte gar,nach dem Herrn Baudelot, muthmaßen, daß es im Mo-nate Februar geschehen: in dem die Olenclae oder erstenTage dieses Monats der Juno Sospita geweidet waren,welche den neuen Augur krönet, wie man auf der Münzesieht.

Diejenigen die geglaubt haben , diese Münze sey inAfrika geschlagen, haben sich auf den gehörnten Kopf ge-steift, den sie für Jupiter Ammons seinen gehalten.Herr Baudelot aber erkennt diese africa nische Gottheit garnicht daran. Erstlich weil Jupiter Ammon nicht in ganzAfrica verehret worden; sondern nur in Aegypten und inden benachbarten Staaten. Zum andern, weil das Hornwelches an diesem Kopfe erscheint, nicht unmittelbar überdem Ohre steht, wie Jupiter Ammons seines allezeit zustehen pflegt. Dieß Horn wächst gegentheils oben zurStirne heraus, welches ausdrücklich den Gott Launusanzeigt: so wie man ihn auf verschiedenen Münzen der Juli-scheu und pinarischen Familien, und insonderheit auf einerH Th. der Gesch. R Münze