rz8 xxxix. Baudelots Erklärung
Münze der Iunisthen Familie sieht, allwo dieser Gott miteinem langen Barte und einem Gesichte erblicket wird, wel-ches dem auf der Cornuficischen Münze, ganz gleichkömmt. Außer diesem, hat diese Figur eine haarichteStirn, welches mit demjenigen sehr wohl überein kömmt,was der Verfasser der Priapaen von den Launen sagt:krontem eomatos ^rckicles vieles kaunvs, du siehst ar-kadische Launen, mit haarichten Stirnen. Sostellte man auch die Göttinn Launa vor, nur ohne Bcwt:wie Herr Baudelor es mit einer Münze aus seinem Ca-Linette beweist, deren Schrift, nach dem Herrn Boze, he-trurisch ist. Kurz, der Bart war dem Gott Faunus sogar eigen, daß man sich nicht genug wundern kann, wieeinige Liebhaber des Alterthums, und zwar von den vor-nehmsten, einige junge, angenehme Figuren, und die garkeinen Bart haben, für diese Gottheit haben annehmenkönnen.
Was die Juno Gospita betrifft, diedenLornu-stcius krönet, so bemerkt Herr Baudelot, daß diese Göt-tinn oftmals mit der Launa vermenget worden, und daßdiese, nach dem Labio, welchen Makrobius anführt,mit der gütigen Göttinn einerley gewesen. Er bemerkt fer-ner, daß die Römer gewohnt gewesen, zu ihren Laribusoder Schuhgöttern, den Launus, die Launa, oder dieJuno Sospira anzunehmen, und ihre Feste zu eben derZeit zu feyern. Durch diese Münze bezeugt er seine Er-kenntlichkeit diesen zwoen Gottheiten, denen er diese Würdezu verdanken zu haben glaubte, und nahm darauf den Ti-tel Imperator an, den er einige Zeit zuvor, ehe er Au-gur geworden, bekommen hatte.
Das Bild der Juno Sospita, die man zu Lanu-vium verehrte, hat den Urstnus veranlasset zu glauben,daß die Famile Lornustcia aus dieser Stadt gebürtig ge-. Wesen. Herr Baudelor giebt diesem Alterkhumsforschernoch einen Beweis an die Hand, dessen er sich nicht einmal
bedienet