alten römischen Münzformm. 27z
Der andere Beweis fließt aus der Nettigkeit desAusdruckes auf dem Metalle, der aus der Forme niemalsso sauber kömmt, als aus dem Stämpel.
Der dritte gründet sich auf den Mangel der Gegen-seite, den man an einigen alten Stücken wahrnimmt, dieman InLuken nennet. Dieser findet bey den Formen keineStatt, und setzt nothwendig den Schlag entweder einesHammers, oder einer andern gleichwirkenden Maschinezum voraus.
Der vierte fließt aus dem doppelten Gepräge einerund derselben Aufschrift, die man oft auf einerley Seite, ge-wisser griechischer und römischer Münzen sieht, und wel-ches nichts anders als eine Wirkung, entweder der Verrü-ckung des Stücks unter dem Stämpel, oder des wiederhol-ten Hammerschlages, seyn kann.
Der fünfte Beweis entspringt aus der Ungleichheitdes Umkreises der mehresten von diesen Münzen; derenRänder zweyhörnig, und auch in der Größe vielen Stückenvon eben dem Gewichte, von eben den Bildern, voneben der Zeit und Werkstatt, nicht gleichen. EineUngleichheit, die nirgend anders herrühren kann, als vonder mehrern oder geringern Kraft desjenigen, der denSchlag darauf gethan hat; und welche unmöglich hätteentstehen können, wenn das Stück Metall den Rand derForme, zur Gränze gehabt hätte.
Trotz der Stärke dieser Beweise, hat gleichwohl dieSchwierigkeit, wie es möglich sey, ohne Preßbalken, undmit dem bloßen Hammer, auf einem so harten Metalle, alsdas Kupfer ist, solche große und erhabene Köpfe zu prägen,als man auf den Münzen erster Größe, und auf den Me-daillons steht, den Lreher und Savot veranlasset, vor-zugeben: daß man, um den Abdruck zu erleichtern , dieMaterie in Formen gegossen , darinnen sie nur die Dickeund die Umzeichnung des Erhabenen, bekommen. Nachdieser Vorarbeit habe man diese Stücke wieder glüend ge-ll Th. der Gesth. S macht,