alteil kölnischen Münzforrnen. 275
Sein anderer Beweis ist dieser, daß unter den man-nigfaltigen Aemtern , die mit den Münzgebäuden der Al-ten verknüpfet waren, und die in verschiedenen Aufschriftennamentlich genennet sind, man die Namen 8iZnsroees, 8up-polkores, ^lülieatoros inonetae Lgelaris (T) findet, diealle eine Verbindung mit dem Prägen durch den Hammer-schlag, und gar keine mit dem Gusse im Sande, haben.
Der drittelst, daßdieRiße, die man so häufig inallerley Stücken, von allerley Erz und von allerley Größensieht, keine Wirkung des Gusses, sondern der Gewalt desHammers seyn müssen, der ein bereits geschlagenes undzum Metallteller zubereitetes Stück, eher aus einandertreibt und spaltet, als ein geschmolzenes Stück: indem dieErfahrung lehret, daß die Wirkung eines solchen Schla-ges, wenigstens beym Silber, diese ist, die durch den Gußverdünnerten Partikeln des Metalls zusammen zu bringen.
Allein auch die Schwierigkeit der Ausführung dieserMechanik, die selbst vom Froher und Gavoc vorausge-setzt worden, wird noch zu einem neuen Beweise, widerdieses Lehrgebäude. Denn, wie will man doch begreifen,daß derjenige Münzbedicnte, den man 8uppoftc>r nannte,und eben derselbe ist, den wir den Münzmeister nennen;dessen Amt gewesen seyn würde, die zubereiteten Stückezwischen dieStämpel zu legen, geschickt genug gewesen seynsollte, dieselben so zu stellen, daß jeder Theil der erhabenenForme, genau in die ihm gehörige Hole, wo er recht aus-gebildet werden sollte, zuträfe? Ja gesetzt, er hatte dieseGeschicklichkeit gehabt, wie hätte die Zeit, die er zu dieserEinrichtung haben müssen, zu der ungeheuren Menge gro-ßer Münzen zureichen können, die man zu schlagen hatte;da man sogar von Kaisern, die am kürzesten regiert haben,eine ziemlich große Anzahl findet?
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(X) 6l ut. P3Z. 106;. script. 5. Lllit. lec.