alten kölnischen Münzformen. 277
maalen falscher Münze übcrein kömmt, die der Theodo-srainschc Codex so beschreibt: 8i guis nurnmum Lllätnllone lonniiveiit, univcillr8 cjus iliLuItstes lilco a6ciicizzraecipiinus ^ ut in moncti8 tgnmm noüri8, cuäensias zoe-cuniae liuclium kreguentetur. 1.^. ///. 7Ä. 2 /.
Daher kömmt der merkwürdige Unterschied von Ti»teln, den man ziemlich oft an vielen silbernen Münzen, voneinerley Gegenseite und Zeitpuncte, ja unter einerley Kaisern,antrifft. Diese Art das Geld zu verfälschen, hatte schon zudes plinius Zeiten auf dem überzogenen Gelde geherrschet,welcher anmerkt: man sey dabey so geschickt zu Werke ge-gangen , daß es damals so schwer gewesen, ein in derMünze geprägtes Stück Geld, von einem durch einen ge-schickten Verfälscher im Sande abgegossenen, zu unterschei-den ; daß auch diese Kenntniß eine eigene Kunst geworden,und daß es dergleichen Stücke gegeben, die so genau nach-gemacht gewesen, daß die Liebhaber oftmals viele wahr-hafte für eine falsche Münze gegeben.
Der Verfall des Stichs, der schon zu des SeptimiusGeverus Zeit ansehnlich war, und die Aenderung die erin dem Titel der Münzen eingeführet hatte, kam den Kip-pern und Wippern immer mehr zu statten, indem sie ihnenden Betrug leichter machte: so daß die Menge dieser For-men, die man zu verschiedenen Zeiten in Lyon entdeckthat, genugsam zu verstehen giebt, daß es daselbst einegroße Menge falscher Münzer gegeben haben müsse. DieZahl derselben ward nachmals, selbst in denen Städten, wodie Münzpräfecturen waren, und unter den Bedienten undAijbeitern bey derselben, dermaßen groß, daß sie fähig war!n Rom unter dem Kaiser Aurelian ( » ) ein kleines Kriegs-herr darzustellen, welches aus Furcht vor der Strafe die erihnen drohete, sich wider ihn empörete, und ihm auf einenAnfall 7OO2 Mann ordentlich geübter Mannschaft erschlug.
Hieraus kann man schließen, wie sehr dieser Gewinnst,zu allen Zeiten die Menschen verblendet hat.
(«) Lurcl. ViÄ. im Lurelisno.
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