Denkmälern zu Paris. zoz
rächen, so sie von ihrem Gemahle Amaulry, Könige derVisigoken erduldet, er die Stola von Gc. Vincenz, einegroße Menge silberner und goldener Gefäße, und ein mitkostbaren Steinen besetztes Kreuz mitgebracht. Daß erbey seiner Rückkunft, diese reiche Beute, in eine Kirchezum heiligen Rreuz Gt. Vincenz beygelegt, wie derVerfasser der Lebensbeschreibung des heiligen Drocroräus,ersten oder zweyten Abts zu Sr. Germain des prez,schreibt: Venieus iAitur karistus, in luburbii
loco, gui oliin vocabatur^ttcotttttt/, in bonore bcati Vin-cenrü, Lccleliaw accelersvit construere.
Hierauf zergliedert der Herr Abt Vertot des Form-narus Verse und findet, trotz der poetischen Uebertreibung,eine richtige Beschreibung derjenigen Kirche wo Lhildebercbegraben liegt; er setzet seine Meynung vollends fest, indemer Lorrunars Beschreibung mir derjenigen vergleicht, dieobangezogener Schriftsteller gemacht hat. Dieser Scri-bent, der im neunten Jahrhunderte lebte, redet wie mansieht, von einer Kirche die Lhildeberc in der Vorstadt zuParis zu Ehren des heiligen Rreuzes Sr. Vincenz,erbauet hat, und nach einer genauen Vergleichung, die derHerr Abt Verror unter Fortunars Versen, und der Be-schreibung des ungenannten Schriftstellers anstellet, istes augenscheinlich, daß beyde von einerley Kirche reden. Inbeyden hat das Gebäude einerley Figur, einerley Senkenvon Marmor, einerley Fensterwerk; und, was "die Sachevollends so sonnenklar macht, als man eö in dergleichenDingen nur begehren kann, ist: daß der Verfasser vondes heiligen Drocroräus Leben, seiner Beschreibung,noch Forrunars Verse selbst beyfüget, als das Zeugnißeines Mannes, der älter wäre als er selbst. Man k^n auchnicht sagen, daß dieser Dichter, wenn er die Cakhedral-kirche zu Paris beschreiben wollen, nicht unterlassen habenwürde, von der heiligen Jungfrau Maria, als der Pa-troninn dieser Kirche zu reden; da er doch alle Ehre diesesll Th. der Gesch. U Ge-