ZO6 Xl.vil. Vor: einigen alten re.
Gebäudes, bloß auf das Kreuz gründet, welches Childe-derc dahin gebracht hat; und, was noch überzeugender ist,so redet Childederr in dem Schenkungsbriefe, welchenAimonius im 20 Cap. des i Buchs anführet, von dieserKirche; als wenn sie dem heiligen Vincenz gewidmetwäre, und gedenket darinnen der Jungfer Maria ganzund gar nicht: In honorem lanöli Vincemü, Marterls ötL.
Als einen letzten Beweis wollen wir noch beyfügen,daß die Bcnedickiner noch diese Stunde alle diejenigenliegenden Gründe besitzen, die dieser gottselige Herr herge-geben , als er diese Kirche erbauen lassen.
Der Herr Abt Verkok beschließt seine Schrift mitzwoen Betrachtungen. Erstlich, daß es sehr was außeror-dentliches seyn würde, wenn die Geschichtschreiber nicht nurEhildeberts Stiftung des heiligen Äreuzes Sc. Vin-cenz, sondern auch seine Erbauung eines Hospitals zu Lyon,eines Klosters zu Arles, so genau beschrieben, und keinWort von der ersten Kirche der Hauptstadt des Königreichssollten gesagt haben.
Die zweyte Betrachtung ist , daß in der Martergc-schichte des H. Dionysius, das heißt: vom 252 Jahrean, einer Kirche gedacht wird , die dieser Prälat auf derInsel zu Paris erbauen lassen ; daß auch im Leben desheiligen Marcellus ihrer gedacht wird; und daß endlichdiese Kirche, in einer Schenkung vom Lhildebert selbst,diäter Lcclesia l'ariliaca genennet wird: ein Titel, den sieunfehlbar schon damals nur darum geführet, weil siedie älteste und vornehmste gewesen.
XI.V1II.