alte Aufschrift. zig
„Zeugniß von der Herrschaft übrig, welche die Römer m„lUeustrien gehabt haben, nämlich eine alte Aufschrift„vom Tetricus, welcher zu Aurelians Zeiten, das Reich„mit Gewalt an sich riß. Sie ist in einen runden Stein„gehauen, welcher dem Fußgestelle der Bildseule dieses„Kaisers zur Grundlage dienete. Sie ward vor unge-fähr dreyßig Jahrengefunden, und dem Herrn Bigor„Dechanten der Rentkammer nach Nouen geschicket. Sieenthält folgende Worte:
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Man merket sogleich, daß die Auslegung dieses Ge-schichtschreibers, viele wirkliche und historische Fehler insich fasset. Erstlich, hat Tetricus nicht zu AurelianSZeiten, das Reich der Gallier an sich gerissen; sondernzu Galliens Zeit. Zweytens, zeigen die Figur und Höhedieses Steins zur Gnüge, daß er niemals einem Fußge-stelle von einer Seule zur Grundlage gedienct. Drittens,weil der Verfasser die zween letzten Anfangsbuchstaben,welche unten in der Aufschrift stehen, durch l-LVL/r?Kl.Vl/r, erkläret hat; so hatte er sich auch zu gleicher Zeitbesinnen sollen, daß diese Seule nichts anders, als eineMeilenseule seyn könnte. Viertens, hätte er die zwo Zei-len ergänzen sollen , die von der Zeit in dieser Aufschriftvertilget worden: allein, das hat er nicht gethan, und in--dem er vom Tetricus Cäsar redet, hätte er nicht den Ti-tel Nobilillttnus Lrislär, mit den Titeln, kius, kelix, >^.uAuftus, vermengen sollen: denn der Titel diobilissimus(Här, zeigte nur eine Bestimmung zum Kaiserthume an,und kam demjenigen nicht mehr zu, der bereits zum Kaiserausgeruffen war; folglich konnte er sich mit den Titeln
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