den Altaren. 19
erbauete; worunter die berühmtesten zu Bethel, auf demBerge Grlead, und zu Sicheln (/) waren..
Der erste von diesen Altären, ward mit großen Um-ständen eingeweihet, und zwar, auf eben demselben Steineallwo er, in seinem Schlafe, den Herrn in seiner Maje-stät gesehen, und den ex beym Erwachen, mit Wein undÖele gereiniget hat; ja es geschah selbst auf des Herrn Be-fehl, daß er, nach seiner Zurückkunst aus Mesopotamien,nach Sichern gieng, um einen Altar aufzurichten.
Bey Gelegenheit dieses Denkmaals und derer Ver-anstaltungen, die Jakob von denen erforderte, welche da-ran arbeiteten, bemerkt der Herr Abt Lontenü, i. wie essehr wahrscheinlich sey, daß der Gebrauch der Einweihun-gen, der bey den Heiden so bekannt war, seinen Ursprunghier genommen. Zum wenigsten, sagt er, weis mankeinen ältern Altar, welcher durch Weinvergießen und Sal-bung eingeweihet worden. 2. Daß dieses Denkmaal daserste Beyspiel gelobter Altäre sey: von welchen es nachmalsbey den Griechen und Römern eine so große Zahl gegeben,und welche oftmals, durch die Aufschriften, oder andereMerkmale, die ältesten Kundschaften der vornehmsten Be-gebenheiten ihrer Geschichte, enthielten, z. Daß die Sal-bung des Steins zu Bethel, unfehlbar, den Heiden An-laß gegeben, die Steine uud Vildseulen ihrer Götter zusalben; und daß endlich der Stein zu Bethel, der Ur-sprung der Weihung solcher Steine gewesen, die man Be-thyles genannt: unter deren Bilde viele heidnische Gott-heiten, insonderheit aber die Mutter der Götter, angebe-tet wurden.
Bey Gelegenheit desjenigen Altars, welchen ebendieser Jakob, gemeinschaftlich mit dem Laban, auf demBerge Gilead aufrichtete, und wo sie sich einander einenewigen Bund zugeschworen , bemerkt der Herr Abt Lon-»
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