SS I. Fontenü, von
die Erlaubniß suchte; in die Wüsten zu ziehen, sehr feyerlichwar, und die Aegpprier also gewiß geglaubt haben wür-den , e6 geschähe ihren Göttern zum Spotte; indem mandabey solche Thiere opferte, die sie als Bilder ihrer Göt-ter ansaheu. Kurz, es ist so augenscheinlich, daß die He-bräer in Aegppren ihre Religion öffentlich getrieben, daßauch Moses ihnen an unzähligen Stellen vorrückt, daßsie oftmals ihre Opfer mehr dem Teufel, als dem wahrenGott gebracht-
Man kann noch hinzusehen, daß, nachdem die Istlaeliten in verschiedene Stämme zertheilet warben, indemsie noch in Aegypren gewesen, sie auch verschiedene Artenvon Altären gehabt haben müssen. Oeffentliche Altäre,für die feyerlichen Opfer jedes Stammes. Besondere Al-täre, für jede Familie; und vieleicht noch einen Altar, derlediglich, zum Behuf des ganzen'Volks gedienet hat.
Fragt man nun mehr, von wem solche Altäre auf-gerichtet worden, und wer darauf hat opfern dörfen? soantwortet man, was die öffentlichen Altäre anbelanget, sohatten die Fürsten jedes Stammes das Recht, sie aufzufüh-ren und Opfer darauf zu bringen: was aber die besondernAltäre sind, so thaten es, nach altem Gebrauche die Häup-ter der Familien.
Um nun auf etwas gewissers zu kommen, so redet derHerr Abt Lonrcnü von denen Altären, die die Hebräerdem wahren Gott in der Wüsten aufgerichtet. Der ersteist derjenige, welchen Moses auf dem Berge Horeb auf-richten ließ, zum Danke für die Niederlage der Amale-kiter. Dieser Altar ward genannt, der Herr ist meine
Erhöhung, Oominus elevstio IIW3, oderGorc ist meine
Fustuchr, oder mein Hort, nach dem Griechischen, oderHebräischen; historische Benennungen, die das Andenkendes Sieges erneuern, bey dessen Gelegenheit der Altar auf-gerichtet worden ist. Man bemerke im Vorbeygehen, daßvieleicht von diesem Altare, die Heiden den Gebrauch an-
genom-