Vermaledeyungetr. zi
ler Abscheu war. In ihren Obstgarten, der ihnen gewid-met war, zu gehen, das war eine ruchlose That. Kurz,wie man allezeit vor derjenigen Hand zittert, die uns zustrafen bereit ist, so führte auch nichts eine größere Traurig-keit und mehr Entsetzen bey sich, als die Erinnerung derFurien, davon Heraklims sagt: daß sie die Sonne selbstzurücke halten würde, wenn sie sich von ihrer Bahne ab-wenden wollte.
Gemeiniglich richteten die Väter die Verwünschungenihres eigenen Blutes, in dem Uebermaße ihres Zornes, andie Furien; und wenn sie ja noch einige andere Gottheitenanriefen, so verstand es sich doch allemal, daß die Furienbereit stünden, sich mit ihnen, zu Ausführung ihrer bösenAbsichten zu vereinigen.
Althäa hat, wie Homer sagt, die Erde mit ihrenHänden geschlagen, als sie ihren Sohn N7eleager ver-wünschte, und indem sie zur Erden niedergeknieet,,dieGötter der Höllen und die Prostrpincr, um den Tod die,ses unseligen Sohnes gebethen; die Furie aber, welcheim Finstern herum irret, hat aus der Tiefe der Höllen die-ses entsetzliche Flehen angehöret. Hieraus folget nun, daßdie Unruhe, welche sich solcher Lasterhaften bey der Erinne-rung ihrer Frevelthat bemächtigte, dergestalt über die denBoshaften natürliche Furchtsamkeit Herr ward, daß, dasie sich schon für verloren hielten, sie von selbst in ihr Ver-derben rennten, oder diejenigen Mittel, wodurch sie dem-selben entgehen wollten, wider sich selbst kehreten. Dasie auf solche Weise ihres eigenen Unglücks Schmiede wur-den, so ward ihnen solches, durch den Haß aller andernMenschen noch unvermeidlicher. Ihre Familie, aus wel-cher sie verwiesen waren, hatte einen Abscheu vor ihnen;und man muß in ihrer Seelen, einen auf den höchstenGrad gestiegenen Wahnwitz voraussetzen, indem sie glau-ben, daß sie von Furien umringt und von solchen Gotthei-ten