Band 
Dritter Theil.
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Ao n. Fraguier, von den

ein jeder von ihnen, findet in seiner eigenen Verderbnißdie Quelle seiner Unruhe und seines Schreckens. DasVerbrechen ist der Verfolger der Verbrecher, es verwirretdie Gedanken und bringt sie in Wuth. Dieses sind dieinnerlichen und häuslichen Furien, die beständig Tag undNacht auf die Rache der beleidigten Vater sinnen.

Der gemeine Mann, welcher niemals philosophischist, hat den Dichtern als seinen ersten Gottsgelehrten, aufihr Wort geglaubt, daß es in der That drey unbarmher-zige Gottheiten gäbe, welche beschafftiget wären, den Zornder Götter, an den Verbrechern auszuwirken, und daman ihnen zu ihrer beständigen Wohnung, den Abscheuder Hollen angewiesen: so hat man sie auch durch ganzbesondere Eigenschaften und Verrichtungen unterschieden.

CAervleze, incinÄse lANl,

lnceciunt, cuin sräentibus tzcäir.

Aesthylus macht sie zu Töchtern der Nacht. Hesiodus,läßt sie aus dem Blute gebohren werden, welches Cölus,Saturns Vater auf die Erde vergossen, als Saturn sichan ihm vergangen hatte. Da sie nun aus dem Blute ei-nes von seinem Sohne beleidigten Vaters entsprungen , sowaren sie auch unermüdete Rächerinnen des väterlichenZornes, psrentum poeuas a cnnlcclergkillumz repcnmr.Auf diese Weise hat man die Gewissensbisse in rächerischeGottheiten verwandelt, als in die erste und unvermeidlicheStrafe des Verbrechens. Die so vorgegebenen Gottheitenhatten ihre Tempel, ihre geheiligten Wälder, und ihreihnen eigene Trankopfer r wozu man, wie man aus dengriechischen Trauerspielen sieht , bloßes Wasser und Honigohne allen Wein, brauchte. Man redete nicht anders alsmit einem andächtigen Abscheu, von diesen Göttinnen.Man hütete sich ihren Namen auszusprechen, und sehte lie-ber den Namen der Eumeniden , welcher voller Anmuthist, an die Stelle ihrer wahren Benennung, die ganz vol-