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Kriege wider die ^lantiden. 6z
Was Hermokrates, einer von den Unterredendenin diesem Gespräche, vorhin zum Annas gesagt hatte, giebteinen eben dergleichen Begriff von dieser Erzählung. Esist hier nicht ungeschickt, sagt er, zu eurem Vorha-ben, daß ihr die Musen und den Apollo anrufst,damit ihr die Ehre unserer ehemaligen Mirbrüderwürdig preisen möget.
Allein, warum sucht man doch noch Gründe und Be-weise hervor, um die Liebhaber der Anspielungen zu über-zeugen , daß hier von einer ganz ernsthaften Erzählung dieRede ist; da doch im Timäus, eben dieser Aritias,wenner mit dem Sokrates redet, sich so ausdrückt: «Höre«meine Erzählung an, nicht als ein leeres Mahr-«chen, oder als eine zur Lust erdichtete Geschichte,«sondern als eine wahrhafte Begebenheit, so wie«Golon sie meinem Großvater erzählet hat. Kurz,sagt Herr Baudeloc, man hat eben so wenig Ursache,placons Aritias einen allegorischen Sinn beyzulegen, alsdem Menexenus eben dieses Schriftstellers. In allenbeyden Gesprächen, ist des Weltweisen Meynung , dieAthenienstr zu loben, indem er die Kriege erzählet, diesie im Oriente wider die Perser, und im Occidente widerdie Einwohner der atlantischen Insel gehabt. Da sichsnun niemand in den Sinn kommen lassen zu sagen , daßder Menexenus, ein allegorisches Gespräch sey, warumwill man denn sagen, daß Aririas es sey? Die Materiedesselben scheint nur darum fabelhafter zu seyn , weil mandarinn von den Einwohnern einer Insel redet, die nichtmehr vorhanden ist. Sind denn aber nicht durch Ueber-schwemmungen und Stürme, sehr wichtige Veränderungenvorgegangen, deren Andenken sich mit denen Denkmälernverloren , die davon handelten? Man hat ja vor einigenJahren gesehen, daß sich Inseln (*) aus dem Meere er-
hoben:
(*) Die neue Insel Sanrorin im Archipelagus, und eine an-dere im Vcean.
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