68 vm. Fourmont, von der Dauer
hat. Indem nun Herr Fourmont auf solche Weise ver-fahrt, so schmäuchelt er sich, daß man gar bald nicht mehrzweifeln werde: dasjenige, was man als eine allgemeineMeynung ansähe, sey bloß eine Erdichtung der neuern Zei-ten , die man vielleicht wider den Homer selbst verabredethat, die aber allezeit sonder Beweis bleibt; ja daß manwerde bekennen müssen, daß Troja nimmermehr diese vor-gegebenen zehn Jahre hindurch, die Griechen beschäfftigcthabe; daß sie erst gegen das zehnte Jahr dieselben ange-griffen , und daß sie nicht eher auf die Rhede, so man nachdiesem die Rhede der Griechen genannt, gekommen, alseinen Monat, oder vierzehn Tage vor des Achil-les Zorne.
i. Fragt es sich: hat Agamemnons Kriegsheerzehn Jahre vor Troja gelegen ? Dieß hat man auf dasscheinbare Zeugniß einiger Dichter geglaubt.
(Dvidius fängt z. E. die Erzählung von des Ty-knus Tode so an:
gsmgue lere IrsÄo rluo per gumgucnnis bcllo.
hernach giebt er dem Ulysses folgende Worte in den Mund:
koll sclcs xriinss
le moembus lioitcs
<Iontinncre 6iu, nec sperti coziis klgrtist^ils kalt, äecimo clenium puZnavimus smio.
weiter unten sagt er noch einmal:
clomum lertis llecimo nig lleclecus armo?
Er redet wohl vom zehnten Jahre; aber man sieht auchwohl, daß er sagen will: die Griechen wären daselbst undzwar sehr lange, ruhig geblieben.
Was kann auch dieser Vers im Horaz anders heißen?
Lrascis Lsrdarüc icnto coillis lluell».
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