80 ix. Valois, von den Städten
Städte, Lirrha und Arissa, als zwo Städte, die durchdie Verschiedenheit ihrer Lagen, überaus unterschieden smd.Herr von Valois glaubt noch überdieß, daß auch Ste-phan von Byzanz ihm geneigt sey : denn, wenn dieserSchriftsteller anmerkt, daß einige, nrer-, glaubten, Avistasey eben die Stadt Eirrha; so hat er nur sagen wollen,die mehrere Zahl denke anders, und vermenge diese zwoStädte nicht.
Dem Ansehen der Alten kann man noch der Neuernihres beyfügen, welche, ungeachtet daß sie neu sind, den-noch alle Hochachtung verdienen. Unter andern gehöretVaulmier von Granr-menil hieher, der, da er diemerkwürdige Beschreibung eines großen Theils von Grie-chenland macht, eine Menge alter Schriftsteller zu Rathe !gezogen hat, die vor ihm davon geschrieben hatten. Die-ser nun, hat auf ihr Zeugniß, sich ebenfalls entschlossen,aus C irr ha und Avista, zwo verschiedene Städte zu ma-chen. Um das verwirrende Zeugniß des pausanias loszu werden, muthmaßet dieser Schriftsteller, daß die ange-zogene Stelle. mangelhaft, oder verfälscht sey; und wasihn beweget, solches zu glauben, ist dieß, daß eben derselbeVausanias, im phocion, das heißt in eben demselbenBuche, der Stadt Civrha, als eines Orts gedenkt, welche !an das Gebiethe der ozolistben Lokrier stößt. Hierausnun folget, daß dieser Schriftsteller, der doch sonst so rich-tig ist, einige Seiten vorher, unmöglich zwo Städte miteinander vermengen können, die durch ihre Entfernunggnugsam unterschieden gewesen.
Johann Lauvenbergs Landkarten, welche im 1660 !
Jahre, durch Samuel puffendorfs Fürsorge zum Vor-scheine gekommen, setzen Cirrha an das südöstliche Meervon Delphis, an die Mündung des Vlistus z Avistahingegen, in das Innerste des kvistaisthen Meerbusens,in das östliche Delphis, aber ein wenig tief ins Land hin-ein. Endlich setzt der verstorbene Herr de Liste, aus der
Aka-