Band 
Dritter Theil.
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Krissa und Cirrha. 87

gesscn haben sollte, von Avista zu reden, wenn diese Stadtjemals vorhanden gewesen wäre ? Kann man sich wohleinbilden, daß dieser Schriftsteller, der so weitläuftig vonCirrha redet, davon doch damals noch gar wenig übrig,und die nach dem Strabo gänzlich zerstöret war, vergessenhaben sollte, von Avista zu reden, welche, wenn man demHerrn von Granc-menil glaubt, annoch bestanden, ih-ren Namen einer Ebene gegeben hatte, die man nur über-haupt die glückselige Ebene, nannte, und

die endlich der Schauplatz, oder doch das Vorspiel des hei-ligen Krieges war? ,

Um allem diesem noch mehrere Stärke zu geben , soist es gut zu bemerken: daß Strabo, welcher dem Ge-gentheile geneigt ist, in diesem Falle von seinem AuslegerCasaubon verlassen wird; der des pausanias Meynung,seinem Schriftsteller vorzieht, und noch über dieses zeiget,daß er sich irret, wenn er die zween Kriege der StadtCirrha vermenget; den ersten nämlich, zwischen den Cirr-heuern und Astragalliden, und den andern , zwischeneben diesen Cirrhenern, mit dem Beystande derLokrierund Amphistsser.

Der Herr AbtGedoyn findet in des Strabo Wor-ten , einen neuen Beweis seines Irrthums. Dieser Schrift-steller sagt: es habe unfehlbar in der Stadt Cirrha, aufder Seite nach Delphis, indem an der andern Seite dieSee gewesen, eine Ebene gegeben, die man die kristäischeEbene genannt habe. Dieß ist nun nicht glaublich, wennman nicht mit dem pausanias sagen will: Cirrha habeehemals Avista und die Ebene, ?7r^/sr, gehei-

ßen, als aber die Stadt den Namen verändert, habe dieEbene den ihrigen behalten. Die Stadt Avista sey nachdiesem Cirrha genannt worden; und hieran ist kein Zwei-fel, wenn man die-Augen auf des Eustathius Auslegungwirft, welcher, da er einen Vers aus Homers Iliaserkläret, sagt, man habe aus Avista, Cirrha, fast eben

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