Daphnis Geburtsorte. 127
wenn man nun den Lauf dieses Flusses einmal kennt, sowird man auch leicht zu seiner Quelle kommen. Ciceroredet in seinen gerichtlichen Reden wider den Derres, vondiesem Flusse, lind er hatte ihn gesehen: cll simii»,
gui per ^ilorinorum szros stuit. Dieser Lluß laufcdurch die Ländereyen der Assoriner. Man kennt ihnalso, weil dieses Land bekannt ist, und es noch ansetzt Astrro,der Fluß aber Dirraino, heißt.
Nun ist die Frage, ob er von Diodors HeroischenBergen entspringt ? und ob das, was er von diesem Gebirgesagt, mit denen angenehmen Thalern übereinstimmt, all-wo diese Wasser fließen? Die Sache ist ganz ausgemacht;indem das Carrhaginenststhe Kriegsheer an dem Userdes Dirraino gelagert gewesen, als Mago dasselbe an-führte, und als es vor Hunger gestorben wäre, wenn esnicht hier so viel Früchte im Ueberflusse gefunden hatte. DieLandschaft Asaro, die der Dirraino durchwässert, gehörtzum Gebiethe der Syracujaner. Dieß bestätiget Aelian,wenn er, indem er vom Daphnis redet, ihn einen Sy-racuser nennet; weil er in dem Canton gebohren war, all-wo nach diesem Gyracusa gebauet worden. Die Unge-wißheit der Schriftsteller, ist bloß daher gekommen , wpilsie für ihr Vaterland gar zu sehr eingenommen gewesen, undgewünscht haben, es möchte dieser Dichter ihr Landsmannseyn. Daher haben denn einige, Ragusa, andere Caro-nia, nahe bey Gan-Lradello, oder Himera u. s. w.genommen. Einige sind gar damit zufrieden gewesen, daßste den Qrk auöfündig gemacht hatten, wohin er seine Heer-den getrieben; dergleichen sind die Gegenden um den Aetna,ohne sich viel um die Bestimmung seines Geburtsorts zu be-kümmern. Alle aber haben den Diodor von Gleistenentweder gar fahren lassen, oder unrecht verstanden: der ih-nen doch allein von aller Schwierigkeit hätte abhelfen, undsie in den Stand setzen können, dieselbe aufzulösen.