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XXII.
« Herrn Frerets Abhandlung,
vom Ursprünge des Schachspiels 1719. den
en deMkönmL zlach
«zimbi 24 Iulii, in Gegenwart des Königes von
Frankreich abgelesen.
ÄUj« Schachspiel ist unter allen Spielen , an denen
lkm li'» Witz allein ^heil hat, das gelehrteste, und das-
derkL jenige, darinnen die Fähigkeit und Stärke dieses
jelMx Witzes sich am leichtesten zeigen kann.
Mich Ein jeder Spieler hat sechszehn Stücke, in sechs
Ä w j« Ordnungen getheilet, deren Namen, Gang und Werth, ver-las, gch schieden sind. Man stellet sie in zwo Reihen, und in jede
»Wc acht Stücke, auf ein Schachbrett, welches in 64 viereckichte
chum hv Fächer abgetheilet ist, in deren jedem nur eine Figur auf
^ einmal stehen kann. Ein jeder Spieler hat ein einzelnes
Stück, welches man den Rönig nennt. Von der Erhal-tung oder dem Verluste dieses Stückes, hänget das Schick-sal des Spieles ab. Dieses Srück aber kann nicht genom-men werden, so lange ihm noch Mittel übrig bleiben, sichzu beschützen. Der Ueberfall hat bey diesem Kriege, inAbsicht auf diesen König keine Statt; man warnet ihn vorder Gefahr darinnen er steht, durch den Zurufs, Schachdem Aönige! und alsdann muß er von seiner Stelle wei-chen, wofern es ihm möglich ist, und sich vor der drohen-den Gefahr erretten. Kann er ihr aber gar nicht mehrausweichen, so fällt er in die Hände des angreifenden Fein-des , und durch die Gefangenschaft des Königes , ist dasSpiel ausgemacht, welches man durch das Wort Schach-matt ausdrückt.
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