Band 
Dritter Theil.
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des Schachspiels. 165

Man muß auch bemerken, daß diejenigen unter die-sen Romanschreibern, die von den Saracenen geredet ha-ben , dieselben oftmals als sehr erfahrene Schachspieler be-schreiben. Die Prinzessinn Anna Comnena, berichtetuns in dem Leben ihres Vaters Alexis Comnena, einesconstantinopolitanischen Kaisers, aus dem zwölften Jahrhun-derte, daß das Schachspiel, welches sie Zatrikion nennet,von den Persern zu den Griechen übergegangen sey. Diemorgenlandischen Schriftsteller sind es also, die man umdieses Spiel zu Rathe ziehen muß.

Die Perser gestehen, daß sie die Erfinder desselbennicht sind, sondern es von den Indianern überkommenHaben, die es unter der Regierung des großen Cosroesnach Persien gebracht. An der andern Seite, erkennendie Chinestr,denen das Schachspiel bekannt ist, und die es dasElephanrenspiel nennen, ebenfalls daß sie es von den In-dianern und zwar im sechsten Jahrhunderte erlernet. DerHaypicne, oder das große chinesische Wörterbuch, sagtunter dem Worte Gcanghki, daß dieses unter des VounLegierung, gegen das Jahr Christi geschehen sey; unddaher kann man nicht zweifeln, daß dieses Spiel nicht inIndien erfunden, und von da nach den Morgen-und Abend-ländern gebracht worden.

Die Umstände, so die arabischen Schriftsteller von der-jenigen Art beschreiben, wie dieses Spiel in Indien erfun-den, und nach diesem nach Persien gebracht worden, ver-dienen einige Aufmerksamkeit.

Zu Anfange des V Jahrhunderts der christlichen Zeit-rechnung, gab es in Indien einen sehr mächtigen Prinzen,dessen Staaten gegen die Mündung des Ganges zu lagen.Er nahm den stolzen Titel eines Königes der Indien an.Sein Vater hakte eine große Menge regierender Herrengezwungen, ihm Tribut zu geben, und sich seinen Staatenzu unterwerfen. Der junge Monarch vergaß gar bald,

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