Band 
Dritter Theil.
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des Schachspiels- 173

Der Verfasser des Nemans cke In Kole indessen nennt ihnkoe; und diesen Namen hat er noch jetzt in Frankreich.

Die Springer als der vierte Stein, haben in allenLändern einerley Namen und Gestalt: derjenige den sie inFrankreich haben (Lsvaliers) ist eine UeberseHung des Na-mens, den die Araber ihnen geben.

Das fünfte Stück im Schachspiele wird heute zu Ta-ge der Thurn genannt. Ehemals hieß es französisch Kok,daher noch der Ausdruck rotier. Dieser Stein, der inden Wapen etlicher alten Geschlechter vorkömmt, hat denNamen Kos und seine ehmalige Figur behalten, die derje-nigen ziemlich gleich kömmt, die die Mahomekaner ihm geben,als deren Schachspiele keine Figuren haben. Die Morgen-lander nennen ihn ebenfalls Rokh und die Indianer bildenihn wie ein Kamee!, darauf ein Reiter mit Pfeil? und Bo-gen in der Hand sitzt. Der Name Rok, den die Perserund Indianer gemein haben, heißt bey den letztem, eineArt von Rameel, so sie im Kriege brauchen, und an dieFlügel des Heeres stellen, als eine leichte Reiterey. Derschnelle Gang dieses Steines welcher von einem Ende desSchachbrettes bis aus andre springt, kömmt mit diesem Be-griffe so viel besser überein, da er in den ersten Zeiten dereinzige war, der so gierig. Der Röntg, die Röniginnund der Bauer, thaten nur einen Schritt; der Läufernur zween, und der Springer auch, da er nur von seinemVierecke auf das dritte hüpfen konnte. Der Rock, oderThurn allein, war in seinem Gange ungebunden; welchessich zur Behendigkeit des Dromedar» schickt, und keines-weges zur Unbeweglichkeit der Thürme oder Vestungen, da-von, rvie wir geglaubt haben, der Roc den Namenführete.

Der sechste und letzte Stein endlich ist der Bauer,welcher keiner Aenderung unterworfen gewesen, und in In-dien, wie bey m,ö, die bloßen Kriegsknechte vorstellet, ausdenen das Heer besteht.

Die