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xxix. Hardion, über des
XXIX.
Herrn Hardions Beobachtungen
über einige Stellen in des Euripides
Phönicierinnen. 1725.
^'^ngeachtet die Erzählung, welche Euripides in sei-nen Phönicierinnen von dem Tode des Eteoklesund polynices macht, eines der ausgearbeitetstenStücke in den Trauerspielen dieses Dichters ist; weil erdarinnen den Kampf dieser zween Bruder mit den lebhafte-sten und wahrhaftigsten Farben abschildert, und den Au-gen der Leser alle Umstände desselben, mit einer wunder-würdigen Nettigkeit und Deutlichkeit darstellet: so glaubtIosua Barnesius dennoch, in dieser Erzählung zweenwichtige Schnitzer bemerkt zu haben: einmal, daß derDichter ein Paar Brüder mit ihren Degen gegen einanderfechten läßt, nachdem er doch gesagt, daß ihre Degen bereitszerbrochen wären; und'dann, daß er den Polymers nochreden läßt, nachdem er gesagt, beyde Brüder wären be-reits todt. Diese zweyte Anmerkung fällt auf eine Stelledes Gcholiasten, welche sich aufden 1457. Vers des Trau-erspiels bezieht: Li« gutem koet« Kic lsplns viäetur, gui
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Herr Hardion hat anders von der Sache geurtheilet;und ungeachtet er sich nicht unterstehen wollen, diese ganzeStelle aus den Phönicierinnen zu übersetzen, aus Furcht,deren Schönheit zu schwächen: so hat er doch für nöthiggehalten, einen Auszug davon zu machen, weil er versi-chert ist, daß auch dieser den Dichter schon rechtfertigenwerde.
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