Contormatischen Münzen. 2Z7
Hunderte gelebt hätte»!. Endlich werden auf solchen Comrorniaren, welche Prinzen, die zu verschiedenen Zeiten re-giert haben, vorstellen, einerley und dieselben Bildergesehen.
Hieraus muß man indessen nicht schließen , daß dieseMünzen nicht sonderlich schätzbar sind. Denn außer, daßsie durch ihre Schrift, uns vielerlei) Dinge aus einem ent-fernten Jahrhunderte lehren können; so ist es auch gewiß,daß sie allezeit wichtig seyn werden, weil man geflissen ge-wesen , auf selbigen die Geschichte der alten Gymnastik undder heidnischen Schauspiele zu erhalten; die, wie man hiersiehtzauch unter denen dem Christenthume noch so sehr erge-benen Kaisern, bestanden haben. Denn der Figur desAestulaps, unter dem Bilde einer Schlange und seinerTochter Hyczea allhier zu geschweige» , welche uns lehren,daß die Hauptabsicht der Gymnastik, die zur Gesundheitso nothwendige Leibesübung gewesen; so findet man auchauf den Gegenseiten dieser Münzen, die verschiedenen Thei-le dieser Kunst. Z. E. das Ringen eines Mannes mit demandern, eines Menschen mit einem wilden Thiere, derThiere gegen einander, daö Reimen zu Fusse, zu Pferdeund mit Wagen, zu zwey, zu vier, zu sechs, und acht Pfer-den, die Jagd, die Fischerey u.s.w.
Außer den Namen der berühmten griechischen Athle-ten, die sich in den olympischen Spielen hervorgethan,und die oftmals die Schrift der Conrorniaten ausmachen,findet man daraus noch viel andere Athleten genannt, wei-che, nachdem sie ihre Geschicklichkeit in den Spielen! deöCircus bewiesen, sich in den Schlachten durch ihre Tap-ferkeit hervorgethan. Endlich, und als ob diese Münzengar nichts anders, als die Geschichte der Leibesübungen zumEndzwecke gehabt: so hat man mit Fleiß darauf nur solchePrinzen vorgestellet, die dieselben am meisten geschützt ha-ben, einen Augustus, LTsero, Despastan, und Tra-jan; er sosehr dem Herkules ähnlich seyn wollte, daß
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