Band 
Dritter Theil.
JPEG-Download
 

XXXIII.

Des Herrn Abts Gedoyn Gcdan-

kett, wegen eines Briefes vorn Diom>

ßus von Hallkarnaß an den Pompejus.

-719.

^D^ionystus von Halikarnaß, hatte einen Tractatvon den attischen Rednern gemacht, in welchemer, nachdem er verschiedene Arten der Wohlredeu-hcit unterschieden, seine Gedanken von dem Grade der Voll-kommenheit entdeckt, welchen jeder von ihnen in derjenigenArt die er sich erwählet, erreichet hatte. Nachdem er sichnun erkläret, welche von allen Arten ihm am besten gefiele,so giebt er derjenigen den Vorzug, welche Demosthenessich selbst ersonnen hatte, und zeiget; wie weit er alle dieje-nigen hinter sich gelassen, die ihm den ersten Rang hattenkönnen streitig machen.

Wir haben noch jetzt verschiedene Stücke von diesemWerke übrig, und eines der wichtigsten davon ist dasjenige,welches den Titel führet, von der Vortrcstlichkeic derSchreibart des Demosthencs.

Pompejus las dasselbe mit Aufmerksamkeit und kaumerblickte er darinnen, daß in der Vergleichung, welcheDionysms von Halikarnaß zwischen einem rednerischenGespräche des plaro , so man für sein Meisterstück hält,und einer der schönsten Reden des Demosthencs, einegroße Menge fehlerhafter Redensarten und Ausdrücke mitvieler Strenge verwürfe; die er nicht nur in diesem Stückevom plato, sondern auch in einigen von seinen andern

Werken,