Dionysius von Halikarnaß. 241
Atticus, Camlus, Lucullus, Varro, und anderermehr? Man hat fast Lust zu glauben, daß alle Gesprächedie uns Cicero hinterlassen, von denenjenigen nicht sehr un-terschieden sind, die diese großen Leute wirklich unter einan-der gehalten.
Die Vorlesung von des Herrn Abts Gedoyn Ueber-setzung gab zu einem akademischen Streite Anlaß, die eineStelle im Dionysius von Halikarnaß betraf, deren wah-rer Sinn nicht so gar leicht zu entscheiden schien. HerrHardion both sich an, siezn erklären, und von einem StreiteNachricht zu geben, den der Pater perav, und Galma-srus, über demjenigen Worte miteinander gehabt, weichesdie Hauptschwierigkeit in dieser Stelle machte. Seine Ab-handlung, die er der Akademie mittheilte, hatte zwo Ab-theilungen. Die erste enthielt die Erklärung; und die andereeine Untersuchung von peravs und des Salmasrus seiner.
Dronystus von Halikarnaß beschreibt der Langenach den Character von plarons Elocmion. Nach ihm,ist platons Schreibart aus zweyen Schreibarten, nämlichaus der erhabenen und einfältigen angenehmen, zusammengesetzt. Er kömmt aber nicht mit allen beyden gleich gutzurecht. Wenn er seine Schreibart fließend, natürlich undungekünstelt machen will, so ist nichts gelinders und reizen-derS in der Welt: sein Ausdruck ist rein, und so zu sagen,so klar, als die durchsichtigsten Körper. Von allen Schrift-stellern die in dieser Art geschrieben haben, kömmt ihm anRichtigkeit und Nettigkeit kein einziger bey. Er zieht diegemeinsten und gewöhnlichsten Wörter allezeit vor, undverachtet alle unnütze Zicrrathe. Hierauf jetzt Dionpstusvon Halikarnaß noch hinzu O): oi-s n-E «örij (äc.
O) Diese Beschreibung von Plarons Schreibart findet man un-verkürzt in dem Tractale von der Vorrrefflichkeit derDemosthcm-schen Schreibart, aus welchem Dianas von -Halikarnaß sie vonWort zu Wort in seine» Brief an den Pompe,us eingetragen hakte.Man sehe den V Abschnitt a. d. >66 Seite der V.rforSiscden Ausgab»
III Th. der Gcsch. O.