Dionyst'us von Halrkarnaß. 24z
orten giebt, als Schriftsteller geschrieben haben, so glaubter dennoch, daß man sie alle in drey Hauptarten einschließenkönne, nämlich in die ernsthafte und strenge; in die ange-nehme und zierliche, und in die mittlere und gemeine, wel-che aus der Verbindung dessen entsteht, was die zwo andernam vollkommensten an sich haben.
Die strenge Schreibart, welche er oftmals durch dieBeywörter o-e/zrox, , «^«,07x^77^, u.s.w.
anzeigt, bemühet sich die größten Wörter zu gebrauchen, siean gewisse Oerter zu stellen, und durch solche Zwischenrän-nie von einander zu sondern, die in der Aussprache den Lautaufeinander stoßender Selbstlautes die Vereinigung stummerBuchstaben, halber Selbstlauter und den Zusammenflußsolcher Sylben verursachen, die aus solchen Buchstaben zu-sammen gesetzt sind, deren Aussprache schwer und hart ist.Gleichwohl muß kein Uebellaut, noch einer von denen rau-hen und widerlichen Tönen darinnen vorkommen, die denOhren wehe thun: und man kann nicht sorgfältig genugseyn, über alles ein gewisses Ansehen des Alterthums undder ungekünstelten Annehmlichkeit auszubreiten, die sich vonselbst darbiethet, und nichts gezwungenes oder ängstlichesan sich hat: LTrorvAy «ör-oHx Ap-st-x
x«/(2).
Die gar zu weitläuftigen und abgezirkelten Absäße, dieZierrathe, welche bloß zum Prunke undzurPracht da stehen,müssen aus der strengen Schreibart verbannet seyn: welchesich besser mit abgekürzten und zusammen gezogenen Re-densarten verträgt, darinnen kein Wort vergeblich ist, undnicht etwas zum Verstände beytragt. Ihr Wohlklang istedel, stolz, voller Würdigkeit und Majestät. Kurz diestrenge Schreibart empfängt ihre ganze Schönheit, vondem nachlässigen IVesen, was man bey den alten Schrift-
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(r) Mull sehe den Traetat von der Vortreffliche der Dems»sthemschm Schreibart, a. S. rzs Seite des Abschnitts.