Band 
Dritter Theil.
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256 XXXV. Hardion, Über eine Stelle

Bedeutung des Zeitworts aus dem Vorherge-henden, hat; und da das Zeitwort diese Ver-

hältniß des Sinnes nicht hat; so muß man ein anders andie Stelle setzen: und hierzu hat man das Zeitwort si^r-ne-A«, als dasjenige erwählet, welches demjenigen am ähn-lichsten kömmt, an dessen Stelle es steht: denn es ist nurdurch das Vorwort allein unterschieden: k^e?rkcö«f, an-statt (^)

Was das zweyte Wort betrifft, so verändert HerrHardion darinnen nur die Zeit des Zeitworts; anstatt derunbestimmten Art ^e-/kc 9 «/, liest er in der drit-

ten Person der verbindenden Art, um es mit dem Bestim-mungsworts welches die verbindende Art erfordert, zu-sammen zu fügen.

Ohne diese zwiefache Veränderung, halt er es für un-möglich, des Dionystus von Halikarnaß Ausdruck her-auszubringen, noch einen vernünftigen Sinn daraus zuziehen. Die lateinischen Dollmetscher haben auch eben da-her, diese Stelle allemal verschiedentlich übersetzt; unfehl-bar auf ein Gerarhewohl, und ohne sie zu verstehen. Umnun zu urtheilen, erstlich ob die Verbesserung nöthig ist, unddann, ob diejenige so hier vorgeschlagen wird, annehmlichund dem Hauptsinne der ganzen Stelle gemäß ist, so mußman die Lehre des Dionystus von Halikarnaß vor Au-gen legen und zeigen; was dieser Redner eigentlich lehrenwollen, wenn er sagt, es sey kein Wort so gräulich, ekel-haft und sonst fthlervoll, zu welchem man nicht eine ge-schickte Stelle ausfündig machen könnte.

Die Absicht des Dionyftus von Halikarnaß, inseinem Tracrare vom Verfassen, geht dahin, daß er Re-geln giebt, wie wandle Worte in einer Rede gut ordnensoll, und daß er zeigt, worinnen eigentlich diejenige Har-* monie

(/,) Man hat in diesem Artikel die deutschen Kunstwörter so ge-nommen, wie sie der Herr Pros. Gottsched in seiner Sprachlehrezweyte Ausg. von 1749. gebrauchet hat.