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XXXVI. Lancelot,
Acht, so liegt Aire gegen Adour, mehr als dreyßig fran-zösische Meilen von den langucdockisthen Gränzen, nachToulouse zu, und ins Land hinein. Um dahin zu drin-gen , hätten des Crassus Völker über die Earonne undviel andere Flüsse gehen, und Pässe überstehen müssen, diedie Sotiaren ihnen schon würden streitig gemacht haben;wovon aber Cäsar kein Wort sagt. Eben diese Schwierig-keiten gelten auch von So;; es liegt im Condomeststhcn,folglich eben so weit von den Languedockischen Gränzen;die Garonne, ja vieleicht der Tarn und noch mehrereFlüsse, hätten ebenfalls Übergängen werden müssen.
Wenn man nun den Sah annimmt, den obigerSchriftsteller vorgetragen hat, so müßten die Sotiaren,die Einwohner des Landes Foir seyn; und hiedurch hebtsich alle Schwierigkeit. Loch ist eine Gränzstadt von Lan-gucdoc; man kömmt hinein wenn man von Toulousekömmt, ohne daß man über sonderliche'Ströms gehen börs-te: das Land ist bergicht und hat folglich viel Thäler, einUmstand welchen Cäsar von dem Lande der Sonaten an-merkt. Es sind viel Eisenbergwerke, ja auch Kupfergru-ben drinnen; auch dieser Umstand reimet sich mit den So-naten: propteros guost mustis loeis apucl eosaerariae te-«starse stink. Herr jLancelor bemerkt im Vorbeygehen,daß eben bey der Einnahme der Stadt der Sonaten, Ad-cantuan, ihr Oberhaupt, einen Ausfall mit 6oo. der Ta-pfersten (8e>1ciurn) that, die sich zu einem gewissen Gro-ßen schlugen, sein Unglück und Glück mit ihm zu theilen;und die, wenn dieser Große umkam, entweder alle mit ihmstürben, oder sich nach seiner Niederlage selber umbrachten.
Da nun diese Stadt der Sotiaren eingenommenwar, gieng Crassus gegen die Gränzen des Landes derVocarer und Tarusarer. Diese Vocarer würden alsodie Cominger seyn, ein Name, welchen der einzige OrtBoucou, uns erhalten hätte. So viel ist gewiß, daßder Name Oonvcuae, zu Cäsars Zeiten noch nicht bekannt
gewesen