Stelle im Pausanias. 277
verändern: so ist es doch gewiß, daß er mehrern Glaubenverdienet. Man hat auch daher allezeit die Odyssee undIlias als eine der reichlichsten und sichersten Quellen derGeschichte des Heldcnaltcrs, angesehen.
Weil die Bedeutung, welche der Herr Abt Gedoyndem Worte beylegt, etwas neues zu seyn schien,
und sich hauptsächlich nur auf des Amasäus Ansehen zusteifen scheint, welcher Homers Vers durch diesen lateini-scheu übersetzt hat:
läcinus villim eN Luyeris allolere nekanclum;
so machte man ihm verschiedene Einwürfe dagegen, undeinige Zeit darauf, bemühete sich der jüngere HerrBoivin,die alte Bedeutung dieses Worts zu rechtfertigen , welche,nach allen Auslegern und Scholiasten vom Homer, demalten und neuern, vuIZZm, coZuim, heißt.
Anfänglich giebt er seinem Gegner zu , es sey wahr,daß dieser Dichter nie geglaubt habe, Oedipus hätte vonseiner Mutter Iokasta, oder wie er sie nennet, Epika-fia, die vier Kinder gehabt, die er der gemeinen Meynungnach, von ihr gehabt haben soll. pausanias habe auchden Sinn des von ihm angezogenen Verses vollkommen ein-gesehen, und seine Folgerung, die er daraus zieht, sey rich-tig. Wie kann man auch in der That begreifen, daß dieBlutschande so lange gewähret, als zu vier Kindern erfor-derlich ist, wenn es wahr ist, daß <s
? Deswegen aber hat man noch nichtnöthig, diesen Vers so zu übersetzen, wie Amasäus undandere Ausleger des pausanias gethan; indem, wenn manihn von Wort zu Wort übersetzt: mox I)ei vulZara ksce-runt kaec llonu'nibus, sogleich machten die Götterdiese Sache den Menschen offenbar, man eben dieselbeFolgerung daraus ziehen kann. In der That, wenn dieGötter sogleich dieses Verbrechen kund gemacht haben, undwenn Jokasta, nachdem sie dasselbe erfahren, auf den
S ^ Boden