im Delphinate. 28z
genhekt eines Taurobolii, oder Aussthnungopfers, ge-wciheter Altar sey, eben wie derjenige, den man zu Liongefunden, und von welchem Herr vonBozc eine Abhand-lung gemacht hat, die um vierten Bande der ausführli-chen Schriften dieser Akademie steht. Da Herr vonBsze in jenem Werke diese Materie ganz ausführlich ab-gehandelt hat, und auch selbst diese Aufschrift von Tainangeführet, so sagt Herr von Moreau von dieser Art vonOpfern weiter nichts, und begnüget sich damit, daß er dieÄhnlichkeit dieses Altars, mit dem zu Lyon, zeiget.
Diese zwey Denkmäler haben fast einerley Figur; dasvon Tain ist viereckigt und ungefähr vier und einen halbenSchuh hoch, den Grund des Karnieses von achtzehn bisneunzehn Daumen breit, mitgerechnet. Die ersten Zeilender Ausschrift, und die mittlern wurden durch die Hammer-schläge so die Mäurer draus thaten, dergestalt beschädiget,das; man sie nicht mehr lesen kann; und also weis man dieUrsache dieses Taurobolii nicht, ob dasselbe für die Ge-sundheit des damals regierenden Kaisers , oder überhauptfür das gemeine Beste; oder endlich irgend einer Privat-person zu gut, angestellet worden. -So viel ist gewiß, daßAmonianus, beständiger Oberpriester, das Reinigungö-opfer oder Taurobolium zu Lyon, einer Pflanzstadt desKaisers Claudius gebracht, welches durch die Worte: Lo-loniae Lopine Llaustiae iänAnllrie UuAclunenlis, angezeigtwird. Das Wort Lnch-re, so man auf einigen Aufschrif-ten findet, die von römischen Pfianzstadten handeln, undden Reichthum sowohl, als den Flop des Handels anzeigt,hat die Alterthumsforscher stußig gemacht- Tristan eignetselbiges in der Erklärung, die er a. d. 84 S. seines 1 Th.von einer Münze des Augustus giebt, auf welcher einprätorianisthes Schiff steht, und wo Man das Wort Lo-xia liest , der Stadt Thurium, nahe am TarentischenMeerbusen zu; und Herr Vaillanc a. d. 6 G. seinerPflanzstädte, der Stadt Valenzia in Spanien. Der
p. Har-