Band 
Dritter Theil.
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MüleM) sl krelco. 295

Er glaubt, diese sechs Figuren stellen den Aesculapmit seiner Familie vor. Dieser Gott zeigt sich darauf inGestalt einer Schlange, so wie auf vielen Münzen, undinsonderheit auf einem großen Schaustücke vom Anronin,im königlichen französischen Cabinekte, auf welchem dieseSchlange im Maule, wie hier im Bilde (/>) einen Lorber-zweig halt, anzuzeigen, daß Aesculap, Apollons Sohngewesen. Dieses hat Herr Spon ausgelassen, oder vor-aus verstanden haben wollen, wenn er diesen Schaupfen-nig beschreibt. Man kann auch noch sagen, daß man denAesculap oft mit dem Lorbcr findet: entweder weil dieserBaum medicinalisch ist, oder weil die fordern der Preisderer Spiele waren, die man dcmGotte zu Ehren alle fünfJahre in Epidauris feycrte.

Die Figur gegen über dem Aesculap, stellt die StadtRom vor. Sie sihl auf einem Waffenhaufen, den linkenArm auf einen Schild gelehnt, den Helm auf dem Kopfe,und eine Lanze, ohne Eisen, in der Hand, wie man sieauf den konsularischen und kaiserlichen Münzen erblickt.

Da nun Rom, in soweit es eine Göttinn ist , hiernicht gehörig angebracht zu seyn scheint; so bringt Herr vonMorcau die Sage bey, nach welcher der Name Rdma,einer von Aesculaps Töchtern zugetheilet wird, und führtein überbliebnes Stück an, welches nach einigen Auslegernaus einem alten Gedichte über die Lupercalien genommenseyn soll; dessen Verfasser LRarinus, oder Marianusgeheißen (^). Koma ante komnlum ftnt, et ab es ko-nmlu8 nomen acguillvit; leci Oea 6ava et canciicia Koma,Aelculspü 6Iia, novum nomen I.atio kecit: baue concii-tricis nomine, abiplo komulo »mneskomam vocant.

Herr von Maurour glaubt auch, daß der Tempel,dessen Eingang man auf der Malerey sieht, denjenigen vor-

T 4 stelle,

(f) Siehe die III Kupfertafel.

( §) Man sehe die Auslegungen über den Vers aus Virgils 1.Scbäfergevicbte: dlrdcni gusm äicunt ktomsm etc. in verWe-dcnen Ausgaben, insonderheit in des Masvieins seiner.