Band 
Dritter Theil.
JPEG-Download
 

elfenbeinernen Diptychi. zu

Bourges aufbewahret wird, sind vom wildheim erklä-ret worden; die dritte aber, sojin dem französischen königl.Büchervorrathe befindlich ist, hat Herr dü Lange, zuEnde seines Gloffarii des verfallenen Lateins erkläret: dennvon der zu Lompiegne redet man vorseht hier nicht, dievon dem ersten ermeldeten Schriftsteller ebenfalls erkläretworden; weil sie von anderm Formate ist, als diese sind.

Diejenigen welche zum Consulate bestimmt waren,hatten verschiedene solche Schreibtafcln, auf welchen sie inerhabenem Schnitzwerke mit ihren Namen und Würden vor-gestellet waren, und diese theilten sie den vornehmsten Be-dienten aus. Sie ließen auch die Thiere, die Klopffechterund alles darauf stechen, was bey denen Spielen vorkom-men sollte, die sie dem gemeinen Wesen gaben, wenn siedas Consulat antraten. So ist die Schreibtafel beschaffen,die der Herr Moreau von Maurour beschreibt, undgleicht hierinnen der zu Bourges, zu Lüttich und in der kö-nigl. Bibliothek. Man sieht darauf das Bild eines Con-suls, der in einer Hand den Scipio , oder elfenbeinernenZepter, oben mit einem Adler, und unken mit einem Brust-bilde, nämlich des damaligen Kaisers seinem gezieret, hält;in der andern Hand aber hat er eine Rolle, die man Klax-xam Orccnkem nannte, und die das Zeichen war, womit derAnfang zu den Spielen gemacht ward. Der Consul hakdarauf die Art von Röcken ohne Aermel an, die manscia Oolchiiarin, oderLolumbium, oderLubarmslis, nann-te; unter welchem der gestickte Rock, loga xlota, hervor-guckt und sitzt aufdem elfenbeinernen Throne, 8e!!» LuruIi.

Ungeachtet man von gegenwärtiger Schreibkafel nurdie Hälfte hat, das heißt, eine einzige Tafel, wie auch beyder im königl. Bücherschatze; so darf man doch, da eineAufschrift dabey ist, nicht alles errathen, wie Herr däLange bey Erklärung jener thun muffen: u d Heer voni-llaurour glaubt, man müsse die großen Buchstaben, wel-che darein geschnitten sind, so lesen:

U 4 bR»