Leben im Plutarch. zzz
sehr verdächtig zu seyn. Er sagt, Pompejus sey in desCinna Lager gewesen; dieß geschah unfehlbar um unter ihmzu dienen. Das scheint nun aber ganz unwahrscheinlich zuseyn; denn es ist aus des paterculus Zeugnisse im 2. Bu-che a.d. M2. ivz. Seite, und aus dem, was der Ver-fasser des Auszuges aus dem Livius, im 79. Buchea. d. roz8. S. Lch Var. sagt, gewiß, daß PompejusSrmbo, des Pompejus Vater, nachdem er lange Zeitzwischen beyden Parteyen gleichgültig geblieben, damit erdesto besser diejenige erwählen könnte, die ihm die Vortheil-Hafteste wäre, sich endlich wider den Anna erkläret, demer vor den Mauren der Stadt Nom eine Schlacht lieferte.Es ist auch aus dem Cicero, parerculus und plmarchselbst noch gewiß, daß Pompejus in dem Kriege wider denCinna, unter seinem Vater gedienet. Er erzählet sogar,daß dieser einen gewissen Lucius Terentius, der ein ver-trauter Camerad des jungen Pompejus war, angestiftet;und daß derselbe sich anheischig gemacht, ihn in der Zeit zuermorden, wenn die andern Verschwornen das Feuer andeö Vaters Gezelt legen würden. Man kann auch nichtzweifeln, daß Pompejus, nach des Sylla Wiederkunft,nicht öffentlich seine Partey sollte ergriffen haben; und manweis, was er ihm für wichtige Dienste geleistet hat. Aller-dings sagt Appian, daß, als Gylla nach Italien zurückge-kommen , Pompejus nicht dafür gehalten worden, daß erihm gewogen sey, ovx errov Allein
wenn es wahr ist, daß Pompejus etwas wider den Syllagehabt, so hat es doch nicht lange gewahret, und er hat sichbald nach dessen Rückkunft für ihn erkläret.
Auö allen diesen Umständen muß man schließen: essey nicht glaublich, daß pompejus, nach dem Tode seinesVaters, sich mit den Feinden seines Hauses verbunden ha-be; ja -aß er sich einem Menschen übergeben, der ihn durchschändlichen Verrath umbringen wollen, und daß er nachdiesem sich wieder zum Sylla gewandt, den er verlassen hatte-Sind nun diese Sachen alle wahr, so ist plmarch nicht
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