Band 
Dritter Theil.
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ZZ 4 XU Secousse, über einige

zu entschuldigen, daß er sie nicht genau angemerkt hat: ent-weder um seine Erklärung zu erläutern, und der Verwirrungeines aufmerksamen Lesers vorzubeugen, der ganz erstaunet,daß er den Pompejus in dem Feldlager seiner ärgsten Fein-de sieht; oder um des Pompejus Leichtsinn anzuzeigen, da !ja plmarch selber sagt, seine Hauptabsicht sey die Ge- ^müchsarten und Sitten zu schildern, und gleichsam die Ge-mälde der Seelen zu verfertigen. Allein diese Flatterhaf-tigkeit des Pompejus, ob sie gleich moralischer Weise nichtunmöglich ist, muß dennoch nicht vorausgesetzt werden,wenn kein Geschichtschreiber ausdrücklich davon redet: unddieser einzige Umstand von plmarchs Erzählung ist Bewe-gungsgrund es genug, sie zu verwerfen. Man muß sich alsoan dasjenige halten was Appiau davon sagt: denn esscheint nicht möglich zu seyn, diese zwo Erzählungen zu verei-nigen. Gleichwohl hat ein gewisser Gelehrter eö unterneh-men wollen, oder er hat vielmehr aus beyden nur eine ge-macht, indem er zu der einen zugesetzt, und die andere ver-kürzt hat. Dieß ist Freiushemius. Ungeachtet seinWerk überhaupt sehr gut ist, so getrauet man sich doch zusagen, daß er bey dieser Gelegenheit die Regel der Geschich.te überschritten. Im 8z. Buche seiner Zusätze zum Livi-us, wenn er den Tod des Cinna erzählet, nimmt er gleichden Anfang von plucarchs Erzählung an, und nachdem ergesagt hat, die Soldaten hätten geglaubt, er sey ermordetworden, so kömmt er auf Applaus Erzählung; und indemer alles verschweigt, was dieser Schriftsteller von der Wei-gerung der Soldaten wider den Sylla zu fechten, sagt: soberichtet er, daß Cinna herbey gekommen, die wider ihnaufgebrachten Soldaten zu besänftigen, weil sie ihn fürdenMörder des Pompejus gehalten; daß sein Steckenknechteinen Soldaten geschlagen u. s.w. was im Appian folget;dann kömmt er wieder auf den plurarch, was dieTodeö-art des Einna betrifft. So hat er denn seine Erzählungaus lauter Umständen zusammen geflickt, die er zu solchenBegebenheiten füget, von denen der Schriftsteller nicht re-