Z42 XT.III. Secousse, über einige
Mund, als er vor der Spitze des Kriegsheeres stand.Herr Secousse hat zwar nichts zuverläßiges gefunden, wel-chem von diesen zween Geschichtschreibern man Recht gebensolle; es kömmt ihm aber doch nicht sehr wahrscheinlich vor,daß ein bloßer Kriegsbedienker, mitten in Rom, allwoPompejus Herr war, vor den Pforten des Senats, zueiner Zeit, da die Gesetze noch ihre völlige Kraft hatten, unddie Republik noch bestund, einen so unverschämten Aus-druck hätte brauchen, und deswegen nicht gestrafet werdensollen. Er bemerkt zugleich im Vorbeygehen, daß Gue-ron im Leben Augusts, 26. Num. Dto im V. Buche a.d.468. S. und Dacier, diesen Ausdruck einem Kriegs-knechte vom August, beylegen.
X. Herr Dacier hat angemerkt, daßplmarch, mder Beschreibung die er von der pbarsalischen Schlacht-ordnung macht, von demjenigen sehr abweiche, was Cä-sar in seinen Commenrarien davon sagt. Herr Secoussesetzt noch hinzu, daß plutarcb in des Pompesus Leben,sagt, L. Albinus habe Cäsars ganzes Kriegsheer angefüh-ret, und daß er in Cäsars Leben, wiederum schreibt, essey Domitius Calvinus gewesen: so daß es scheint, manmüsse in der ersten Stelle, Calvinus, anstatt Albinus,und in der andern den Namen Lucius in C. verwandeln:denn dieß ist der Vorname, welchen Cäsar und Appianihm geben. (») Es befand sich in des Pompesus Kriegs-heere noch ein anderer Domitius, welcher Lucius hieß, undnach dem plucarch, dem linken Flügel geboth. Es istdem Herrn Dacier erstaunlich vorgekommen, daßerzwee-ne Oberfeldherren Domitius in diesen feindlichen Heerengefunden; und er muthmaßet es sey ein Fehler im Texte.Herr Secousse aber kann dieß nicht glauben, und meynetdie zween Domitius sind richtig bewiesen. Cn. Domitius,der von Cäsars Partey war, wird vom Cäsar selbst, vom
plu-
(») Oc dells civ. I-Id.Z. ps§. 66r.. Löit. vsrior. l66o. Ibi^-t-rd.r. p. 47z und ,476. vscier. 'l'om. VI. psg. 2.74.