Band 
Dritter Theil.
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Leben des Plutarchs- z-p

ist. Da ihn aber die heftigsten Schmerzen oftmals anfie-len, sagte er: <D Schmerz, deine Anfälle sind vergeb-lich, und du gewinnest nichts dabey. Du magst soheftig seyn, als du willst, ich werde doch nicht zuge-stehen daß du ein Uebel seyst.

Man sieht wohl, daß hier unter des Cicero und plu-tarchs Erzählung ein Unterschied ist; der eine laßt den posi-donius aufden Bette; der andere in der Schule; der erste läßtihn vom Guten und wohlanständigen, der andere vonder Erfindung reden. Allein man kann sie schon mit einandervergleichen, wenn man sagt, Pompejus sey eine Zeitlangzu Rhodus geblieben; die ersten Tage sey er zum posi-donrus gegangen, allwo dasjenige vorgefallen, was Crceroerzählet. In den folgenden Tagen aber, habe dieser Welt-weise sich besser befunden, und öffentlich die Rede gehalten,von welcher plurarch redet. Hat man aber nicht Ursachesich zu verwundern, daß plurarch, dem vermuthlich desCicero Stellen nicht unbekannt gewesen, ihm in seinenWerken keinen Platz vergönnet hat? Es scheint, daß sieganz natürlich zu seinem Vorhaben gehörten: denn waskonnte wohl des Pompejus und posidonius Gemüths-art besser schildern? was konnte die Gnade-und Leutseligkeitdes römischen Feldherrn, seine Liebe zu den Wissenschaften, dieHochachtungso er gegen diejenigen hegte,welche sich ihnen wid-meten, und die verstellte Standhaftigkeit, oder vielmehr Hart-näckigkeit des Stoikers besser abbilden, als diese zwoStellen?

IX. Man findet in plutarchs Leben des Pompe-jus, a.d. 6;o. S. und in Cäsars Leben, a. d.722. S daßein Befehlshaber aus Cäsars Kriegsheere, den diesernach Rom geschickt, nachdem sich derselbe lange Zeitvor der Thüre des Senatö aufgehalten, und endlich gehö-ret hatte, der Rath schlüge dem Cäsar die Verlängerungseines Feldherrnamtes ab, er mit der Hand auf sein De-gengefäß geschlagen, und überlaut gesagt habe, dieser wirdeS ihm schon verlängern. Appiau legt a. d. 442. S. ä. sei-ncs bürgerl. Rrieges, diesen Ausdruck in Cäsars eigenen

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