Band 
Dritter Theil.
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352 xi.iv. Freret, von der

Herrn Hoanghs Tod erfolgte, so weis er nicht, wie weitdiese Arbeit gekommen seyn mag. Herr Freret hakte demHerrn Hoangh gerathen, von denen Materien, die im ge-meinen Leben vorfallen, chinesische Gespräche aufzusetzen,Briefe, Reden und einige Stücke Verse, Stellen aus Lust-spielen, gewisse Flecke aus chinesischen Liebesgeschichten undHistorienbüchern, von Wort zu Wort zu übersetzen; und allesdieses mit grammatikalischen Anmerkungen , über die derchinesischen Sprache eigene Wortfügung, und worinnen einTheil ihrer Zierlichkeit besteht, zu begleiten.

Es ist erstaunlich, daß die lebendige Sprache einesVolkes, das so gelehrt und gesittet ist, als die (5t)messt, soarm und plump ist: denn man muß gestehen daß das Chi-nesische was gesprochen wird, in der That barbarisch ist;wenn man es mit dem geschriebenen Chinesischen ver-gleicht.

In der chinesischen Schrift, bezieht sich eine mittel-mäßige Anzahl einfacher Züge, auf so viel einfache oderursprüngliche Begriffe, und dienet durch ihre verschiedeneZusammensetzung, alle zusammengesetzte Begriffe auszudrü-cken , so daß diese Schrift nicht anoers, als von einem sehrphilosophischen Kopfe hat können erfunden werden, der die-ses ganze Lehrgebäude entworfen und zur Welt gebracht hat.Alle die nach ihm gekommen sind, haben seine Absichtennur weiter ausführen, und seine Grundsätze nur in andernFällen anwenden dörfen. Hingegen ist nichts unsystemati-scher, als die chinesische Sprache; sie kennet weder hergelei-tete noch zusammen gesetzte Ausdrücke: ungeachtet es scheint,daß das Lehrgebäude ihrer Schrift diejenigen so da reden,auf diese Seite hatte lenken sollen. Die Sprachen vieleramerikanischen und afrikanischen Völker, thun es ihr dar-innen unendlich zuvor: unfehlbar darum, weil diese Völ-ker, ob sie gleich grob und wilde sind, dennoch die Gewohn-heit an sich genommen haben, in ihren Versammlungenbeständig zu reden. Diese Gewohnheit hat sie genöthiget