Sprache der Chineser. zzz
ihre Sprache zu verbessern und Mittel auSzusinnen, wie sieihre Gedanken und Empfindungen nachdrücklich und deut-lich ausdrücken möchten. Die Zahl der Begriffe dieserwilden Völker ist zwar ziemlich eingeschränkt, und insoweitsind ihre Sprachen arm; in Schwüngen und Arten aber, dieVeränderungen dieser Begriffe und die Verhältnisse die sieunter einander haben, auszudrücken, sind sie reich undüberflüßig.
Man glaube indessen nicht, daß die Einrichtung derchinesischen Schrift auf die Sprache der Chineser, den min-desten Einfluß gehabt, und die Biegung so wie die Zusam-mensetzung der Wörter verdrungen habe. Die Mexikaner,welche sich der hieroglyphischen Schrift bedieneten, halteneine Sprache voller Beugungen unfeine Menge zusammen-gesetzter Ausdrücke, ja selbst zusammengesetzte Zusammense-tzungen. Diese Sprache ist noch vorhanden, und wir ha-ben sogar Sprachlehren davon; folglich muß man die Ar-muth der chinesischen Sprache, was die Sprachlehre anbe-trifft, nicht als eine Folge der vorstellenden oder Bilder-schrift ansehen. Sie muß sonst woran liegen, wovon wirkeineKenntniß haben, und dem man dasjenige zuschreiben muß,was man den Schwung einer Sprache nennet, wodurchsie sich von einander unterscheiden.
In diesen neuern Zeiten hat man die verschiedenenSprachen des Erdballs sehr untersucht: es haben sehr ge-schickte Männer sie mit einander verglichen, und einige sehrgelehrte Gottsgelahrte, haben sich bemüht, sie auf eine ein-zige, das heißt auf die hebräische zu bringen, als die siefür die allgemeine Quelle aller Sprachen gehalten: ja, siehaben sogar geglaubt, sie thäten der Religion einen großenDienst hiermit. Gleichwohl scheint sich der Grundtext desi B. Most, gar zu deutlich von der wunderbarer Weiseunter den Sprachen der Menschen entstandenen Verwir-rung auszudrücken, als daß man davon abgehen könnte.Es ist sogar genug, wenn man nur die verschiedenen Spra-lUTH.der Gesch. Z chen