Band 
Dritter Theil.
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Z62 XU Mandajor, von Hannibals

derjenigen Gefahr abgiebt, die dabey ist, einen Schriftstelleranzuführen, oder anzutasten, ehe man alle Ausgaben seinerWerke zu Rathe gezogen hat. Rualdus hat die Unter-schiebung des Kannibalischen Lebens, der Bosheit desAcciajoli beygemeffen, und redet so davon:

Hannibals und Scipions Leben, die wir lateinischlind französisch haben, sind ganz neu, vorn DonatusAcciajoli, einem Florentiner, verfertiget worden. Wernur bloß diese Worte liest, der sollte meynen, des AcciajoliBrief an den Peter von Medicis, wäre dem Rualdus,bekannt gewesen; die Folge aber zeiget, daß er ihn nie ge-sehen , denn er seht hinzu: und damit er seinem Werkedestoinehr Ansehen gäbe; so gab Acciajoli vor, erhabe diese zwey Leben aus Plutarchs griechischemTexte übersetzt.

Also giebt Rualdus dem Acciajoli einen Betrugschuld, den er gar nicht verübt hat: indem Rualdus hin-gegen selbst eine Sache vorbringt, davon er keinen Beweisangeben kann. Gleichwohl hat der p. Menestrier, (aufdiese des Rualdus Beschuldigung, indem er gesteht, erhabe sich geirret,als er diese Leben dem plurarch zugeschrie-ben ) zugegeben; sie seyn nicht von diesem Geschichtjchrei-ber, und sich über den Acciajoli, als einen Betrüger, her-gemacht.

Riraldus ist in der Angebung seiner Gründe, womiter beweisen will, Hannibals Leben sey nicht vom plurarch,nichts glücklicher; denn, nachdem er sehr weitläuftig erzählt,daß man nirgend das griechische Exemplar fände; worauser schließt, es habe auch niemals eins gegeben, so macht ereines andern Umstands wegen, noch viel ärgere Schlüsse,was noch mehr ist, sagt er, so erzählet Acciajoli inHannibals Leben, daß dieser Feldherr, da er mit demScipio zu Ephefus gewesen, und Scipio ihn gefragt:wer in seinen Augen wohl der größte Feldherr wäre?

dein-