Band 
Dritter Theil.
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ZZO XL.VIII. Anselm, von den WissenschaftenXI.VIII.

Des Herrn Abt Anselms Abhand-

lung^ daß die Wissenschaften von Anbeginn

an, insonderheit in Gallien, bearbeitetworden. 1718.

^?Nie Begierde zum Lernen, wird mit dem Menschengebohren, und stirbt auch nicht eher, als mit ihm.Ein jeder will wissen: und diejenigen welche gegendie Wissenschaften noch so gleichgültig zu seyn scheinen, wol-len doch zum mindesten dasjenige erlernen, was entwederihre Handthierung, oder ihre Uebungen, oder auch nurihre Zeitkürzungen angeht. Adam, welchen Gott selbstunterrichtet hatte, theilte das, was er wußte, seinen Kin-dern mit, und diese überließen es wieder ihren Nachkom-men ; folglich sind die Wissenschaften so alt als die Welt.Es ist wohl wahr, daß sie zu gewissen Zeiten mehr verbessertworden, und zwar in gewissen Landern mehr als in andern:dergleichen ist auch das alte Gallien gewesen, wie HerrAbc Anselm in einer Abhandlung sagt, die er der Akade-mie vorgelesen.

Zum Beweise, daß die Wissenschaften inGallimvonAnbeginn getrieben worden, braucht er das Zeugniß derNeuern, z.E. Cluvers ^nrigu. Ulb. 1. Op. 4. und For-carulus cle6all. imx>. nicht: so gelehrt sie auch sind und schonvor ihm eben das behauptet haben. Er wendet sich viel-mehr zu den Alten, und findet in ihren Schriften, daß dieGallier die Wissenschaften, nicht nur geliebet und bear-beitet haben; sondern daß auch eben bey ihnen, andereVölker die Lehrer derselben gesuchet haben.

Dio-