Band 
Dritter Theil.
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im alten Gallien. M

Diodor von Gicilien, Strabo und AmmianMarcellin, unterscheiden bey den Galliern, dreyerleyArten von Gelehrten, die Barden, die liVeißager undDruiden. Die Barden welche ihren Namen von demWorte öni-cl, (Srraboim IV. B.) einem Worte hatten,welches in der celrischen Sprache ein Sänger (o) heißt,wohnten in Auvergne und Burgundien, und hattendaselbst eine Schule. Ihre Handthierung war, die Tha-ten großer Leute aufzuschreiben und sie in den Klang einesder Leyer ziemlich ähnlichen Instrumentes zu singen. Sosagt Lucan im i.B. des pharsälifthen Krieges:

> Vos guogue, <zui fortes snimue, bcstogue pereiutsrI.ZucIidus in lonAuin vstes climittitis aevuin,klurima iccuri fuciiüi« csrming, Lsrcli.

Die weißager untersuchten die Geheimnisse der Naturmit großem Fleiße und ihr Amt war, dieselben zu erklären.Sie giengen mit ihrer Neugierde sogar bis auf Errathungdes Zukünftigen, und lockten den großen Haufen an sich, dersich ihren Aussprüchen blindlings unterwarf. ( Man seheden Diodor) Die Druiden aber waren die berühmte-sten und gelehrtesten, nach des pyrhagoras Meynung:dem ihre Fähigkeit bekannt war, und welcher ein Zeugnißvon demjenigen ablegt, was diese Gelehrten ihm beyge-bracht hatten. Ammian Marcellin erzählet es im XV.B. Oruiclae inAenii's celliores, ut mitorikgz kzellwAorasäecrevit. Sie waren Welkweise und GsttSgelahrke zu-gleich, sie lehrten die Naturlehre und Sittenlehre: und esgieng die Rede unter diesen Völkern, daß sie mit den Göt-tern im Umgänge stünden. Es ist sogar gewiß, daß da siealles wußten, was den Barden und lVeissagern wissendwar, die sie noch in verschiedenen andern Kenntnissen über-trafen, sie auch in größerm Ansehen stunden, als dieselben,

und

(/>) Es heißt weder Lsrü, noch ein Gänger; sondern Lar, einLied: wie ich m meiner Geschichte der lyrischen Poesie derDeutschen, ausführlicher zeigen werde.