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49L XXVI. Leben, des Herrn Simons.
Die Sanstmuth und Ungezwungenheit der Sitten, " * *
welche alle Gaben des Herrn Simons erhob, bewegendenHerrn Abt von Louvois ihn im 1712 Jahre zum Unter-aufseher des königlichen Münzencabinets , an des Herrn ^Mudiners Stelle zu erwählen, und da diese Stelle damalseinen beständigen Aufenthalt zu Versailles erforderte: so
ward er in dieser Akademie zum Bejahrten gemacht, für wel-
che er dem ungeachtet, bey aller Gelegenheit mit vielem Nu-tzen gearbeitet hat.
Die größte Veränderung so des Herrn Simons ncu-«s Amt bey ihm machte, war, daß es ihn von dem kleinenKöllerchen erlösete, welches er bis dahin ohne Noch und
Vortheil getragen hatte. Der vorige König, welcher auf derp.Bodas Herkommen hielt, wollte keine Abttracht in diesem Po- ch"isten leiden, weil es noch keine darinnen gegeben hatte. ^ ^
Herr Simon, der einer vollkommenen Gesundheit ge- U-MM,noß, und lange so alt nicht aussah als er war, erschrack über ^ ^ ^rli
den Tod des Herrn Abts von Louvois. Er furchte sich, kMmi
er möchte auch, wie jener, den Stein haben, und da er Mchm
seiner glücklichen Ungewißheit überdrüßig war; so wollte er „§ch seiner
endlich wissen, woran er wäre. Er brachte seine häuslichen ^
Geschäffte in Ordnung, kam nach Paris, und ließ sich un-tersuchen. Er ward in seiner Muthmaßung bestärkt, undwas noch unglücklicher war, so muß ihn das zum Untersu- Mische tzchen gehörige Instrument verletzt haben; denn er bekam ein "
Geschwür an der Blase. Das Fieber schlug dazu, und Mchilr,
nach einigen wiederholten Anfällen, riß es den Kranken W«!;
den 10 December, in seinem 6z. Jahre dahin.
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