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XXX.
Lebensumstände
Herrn Baudelots^ in der öffentlichen Vei>
sammlung nach Martin, 1721 vorgelesen.
l^^arl Cäsar Baudelot ward zu Paris den 29 LIo-vember 1648. vom Jacob Baudelor, Commis-sariuö beym Gerichtshauje, und Margarethen Hal-ke gebohren, einer Schwester Ludwigs Halle, Doctorsder Sorbonne und großen Gottögelehrten, welchen Herrvon Büzanval, Bischof von Beauvais, seiner Pflanz-schule vorgesetzt hatte. Dieser Umstand bewog seine Ver-wandten, ihn einen Theil seiner Studien in der Schule zuBeauvais treiben zu lassen, die übrigen erlernte er zu Pa-rts, allwo er den Abt Dauer, Verfassern des Wörter-buchs seines Namens, zum Lehrer hatte.
Herrn Baudelors erste Absichten grenzen auf dieArzneykunst: in welcher er, allem Ansehen nach, vortreff-lich würde geworden seyn, wenn es auch nur auö Liebe zumNächsten gewesen wäre, als welche sein Hauptcharacterwar. Allein gewisse Familienumstände lenkten die Sacheanders; sie zwungen ihn, sich auf das Recht und gerichtlicheSachen zu legen, um diejenigen wieder in Ordnung zubringen, die sein Vater hinterlassen hatte. Er ward als»Sachwalter beym Parlamente, folgte den Gerichkshändeln,und redete mit gewissem Beyfalle: insonderheit freuete ersich, daß er in dieser Laufbahn, in Gegenwart deö oberstenSachwalters Herrn Bignons, den ersten Anfällen desHerrn Bignons, seines ältesten Sohnes, widerstandenhatte.
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