Herrn Baudelots. §n
den (und fast alle Gelehrte waren es) eine merkwürdige,wichtige und in sein Fach schlagende Materie abhandeln, somachte sich Herr Baudeior, auf dessen Ersuchen, oder auchwohl ohne sein Wissen , ein Vergnügen alles nachzusuchen,was seine Belesenheit ihm an die Hand geben konnte. Ent-deckte er unter der Jugend, einige gute Köpfe, die aberfurchtsam waren, und eine Beyhülfe oder Nacheifer nöthighatten, so befliß er sich mit unbeschreiblichem Eifer daraufrEr gab ihnen irgend ein Werk an die Hand, er arbeitetemit ihnen er erleichterte ihnen den Druck desselben/und hieltseine Mühe vollkommen belohnet; wenn er, durch diesenersten.Schritt in die gelehrte Welt, sie angetrieben hatteihre Geschicklichkeit zu zeigen. Er sagt, solche Leute wä-ren gute, Tänzer, man müßte sie aber bey den Haaren zumTanze führen.
Die kostbare Sammlung goldener Münzen und ge-schnittener Steine, welche der Dauphme königl. Hoheitseiner Sorgfalt vertrauet hakte, gab ihm ebenfalls dann undwann zu kleinen flüchtigen Werken Anlaß, die selten wemanders, als Ihrer Rönigl. Hoheit in die Hände kamen.Er hat für Sie alles übersetzt, was die lateinischen undwälschen Bücher sonderbares von dieser Materie enthalten.Von dieser Zahl ist unter andern, dieIchnographievomAnczelo Canim, und des Fulvius Urstnus berühmteMänner, die er bloß zum Gebrauche dieser Prinzeßinndrucken lassen.
Wenn er nun solchergestalt Ihre Gelehrten Ergeßun-gen befördern mußte, so kam ihm nichts sauer an; auchnicht das einmal, wenn er solche Personen dabey gebrau-chen mußte, deren Gemüthsart und Geschicklichkeit einenjeden andern abgeschreckt haben würden. Seine Redlich-keit und Aufrichtigkeit hatten sich an einem Orte nur ver-mehret, allwo man gemeiniglich von nichts, als Ränken undBiegsamkeit weis: und diejenigen welche ihm auf eine ver-bindliche Weise Lehren darüber geben wollten, bekamen
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