Z8 II. De la Barre, über die Iahre I. C.
Kirchenvater die Jahre der Olympiaden an: allein esist nölhig hier zu erinnern, daß der p. pagi angemer-ket hat, er habe sie anders gezählek, als wir; und daßfolglich seine Meynung unö nicht verhindere zu glauben,daß das was er Tibers neunzehntes Jahr nennet, nichtvieleicht eben dasselbe Consulatsjahr der zween Geminersey, welches in der That das achtzehnte war. Die Mey-nung dieses Kunstrichters ist nicht ohne Grund, dennerstlich zeiget man: daß der heil. Clemens die procon-sularische Regierung ein Jahr voraus gerechnet; undübrigens ist man gewiß, daß er den Tod Jesu Christi,unter das Consulat der Geminer setzet, indem er 8wom.I-.il). I, y. 249 will, daß er fünfzehn Jahre unter demAugustus, und eben so viel Jahre unter dem Tibergelebet habe. Allein man hat ihn anders verstanden, undsetzet voraus, daß das neunzehnte Jahr, davon er redet,von Augusts Tode an gezählet werden müsse. DieserIrrthum ist in die Chronik von Alerandrien, und indes Eusebius seine übergegangen, die wegen des heil.Hieronymus Ucbersetzung, allenthalben angenommenworden; ja sie hat dergestalt die Oberhand gewonnen,daß sie auch die gemeine Zeitrechnung hervorgebracht hat,weil Dionystus Epiguus, und Beda, diesen unge-treuen Wegweisern gefolget sind.