III.
Des Herrn von Valois Abband-
lung, daß vorzeiten das Gelübde der
Keuschheit und die Annahme des Schleyers,an einerley Tage geschehen.
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(Mulles was das Alterthum betrifft, es mag geistlichoder weltlich seyn, das gehöret für diese Akaedcmie; und ungeachtet sie sich enthalt, Materienabzuhandeln, die ganz und gar theologisch sind, so leihetsie doch auch denen Lehrpuncten ein Ohr, deren Untersu-chung über einige Stellen der Kirchengerichte ein Lichtausbreiten kann. Dieses nun hat auch den Herrn vonValois bewogen, obige Frage zu untersuchen, welche erbejahet; ungeachtet bey dem neuern Gebrauche der Kirche,der Schleyer etliche Zeit eher genommen wird, ehe mandas Gelübd der Keuschheit thut: um die Folgen einesBündnisses zuvor besser kennen zu lernen, welches dasganze Leben hindurch wahren soll.
Herr von Valois durchlauft die vier Stände derledigen Jungfrauen, von denen die ersten Kirchenvatergeredet haben, und findet keinen Zwischenraum unter derAnlegung des Schleyers und dem Gelübde.
Die Jungfrauen der ersten Art, waren diejenigen,welche, ohne ein öffentliches und feyerliches Gelübd zuthun, Gott dem Herrn in ihrem Herzen das Gelübd derKeuschheit thaten. Sie blieben deswegen dennoch indem Schooße ihrer Familien, und waren von andernJungfrauen durch nichts, als ihre außerordentliche Scham-haftigkeit unterschieden, welche sich theils in ihrer Klei-
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