Band 
Fünfter Theil.
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vm. Mautour,

Herr Moreau von Mamour hat der Akademieseine Gedanken über diesen anscheinenden Widerspruch,und über die Art wie man beyde Schriftsteller vereinigenkönne, mitgetheilet.

Fürs erste, zweifelt er nicht, daß besagter Feldherr,Uuricius geheißen; denn außer, daß des Nazarius, alseines bekannten Schriftstellers Zeugniß, der noch dazumit dem Konstantin zu einer Zeit gelebet hat, dem An-sehen eines Ungenannten vorgezogen zu werden verdienet:so haben auch.die Gelehrten sich nicht irren lassen. Un-ter andern hat Spanbeim, in seinen Noten über Ju-lians Ausser, im Anfange von Constanrins Rede,darinnen er, um sich mit Alexander» zu verglichen,ja noch über ihn zu erheben, sich berühmet, daß er dieRömer überwunden, und ihre Tapferkeit der persischenWeichlichkeit entgegen gestellt habe, eine Note gemacht,die den Sieg dieses Kaisers anführet, und der gänzlichenNiederlage des Auricius erwähnet; der des Maxen-tius Kriegsheer, welches aus den streitbarsten Völkerndes Erdbodens bestanden, angeführet hatte.

Andcrntheils hat aber auch der ungenannte Lobred-ner den Namen Pornpcjanus in einer Zeit gar nichterdichtet, da das Andenken dieser Begebenheit die erpreiset, noch so frisch war; und es ist schwer, sich cinzu-bilden, daß er sich diese Freyheit bloß aus Vergnügensollte heraus genommen haben, eine Anspielung zu ma-chen; oder vielmehr eine Kindische Zweydeutigkeit'zwischendem Namen Pompejus, als Wiederherstellet dieserStadt, und dem Namen desjenigen Feldherrn zuwegezu bringen, der ihren Untergang befördert hatte.

Hieraus nun schließt Herr Moreuu von Mau-tour, daß, wenn Auricius der rechte Namen diesesFeldherrn gewesen, Pompejanus dennoch wohl seinZunamen habe seyn können. Herr Tillemonc scheint