eines gelobten Schildes. uz
den könnte. Sie beschlossen daher diesem Willen zu fol-gen. Sie sandten diesen Schild, der immer noch einOpfertisch hieß, dem Herrn von Boze, um zu erfahren,ob er sich in das königliche Cabinet schicken möchte. Se.Mas behielten ihn, ließen zweymal so viel dafür bezah.len als er innerlich am Werthe hatte; und er ward ne-ben Scipions Schild aufgestellet.
Dieser zweyte gelobte Schild nun, welcher ganz undunversehrec geblieben, ist von eben der Forme, das heißtvollkommen rund, und fast eben so groß und schwer, alsder vorige; aber er hat bey weitem so viel Figuren undZierrathe nicht (*). Es steht nur in der Mitten einLöwe darauf, unter einem Palmenbaume, und unten, ineiner Art von Abschnitte, liegen zerstreuete Knochen vonThieren, insonderheit von wilden Säuen. Aus diesemMittel aber laufen Stralen aus einfältigen und edlenRinnen bestehend, die sich in richtiger Verhältniß erhebenVmd öffnen, bis nach dem Umkreise des ganzen Schildes zu;und geben dem Auge einen angenehmen Anblick in dieser Art.
Als Herr von Boze nun denselben der Akademiegezeiget hatte, so erkannte man sonder Anstand eine kar-thagineissUhe Arbeit daran. Die Aehnlichkeit desStiches auf diesem Schilde, mit der Arbeit auf den kar-rhaginensischen Münzen, würde ganz allein dieses ange-zeiget haben: allein der Löwe und Palmbaum, als gewöhn-liche Kennzeichen dieser berühmten Stadt, machte» dieSache vollends aus. Als sich nun hieraus allerley Muth-maßungen erhoben, gieng man gar so weit, daß man- argwohnete: dieser Schild könnte wohl dem Hanmbalgehöret haben, und ein Gelübd seyn, so er nach seinemUebergange über die Rhone, irgend einer Gottheit dasi-ger Gegend bezahlet; zum Exempel, der Göttinn derVo-(omier, VOLOblllOKVlVl, welche in der Ge-schichte
(?) Man sehe die zweyte Kupsertafel.
V.TH.derGessh. H